Bio-Gesamtmarkt

Mehr Transparenz auf dem deutschen Bio-Markt

Dieses Vorhaben wird seit April 2017 in dem Projekt „Mehr Transparenz auf dem deutschen Bio-Markt – Verbesserung der jährlichen Marktschätzung unter besonderer Berücksichtigung des Lebensmitteleinzelhandels und der ‚sonstigen Einkaufsstätten‘“ behandelt. Das Vorhaben wird von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Rahmen des Bundesprogrammes Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) finanziert.

Die Größe des Bio-Marktes wird bislang in einer jährlichen Auswertung der Paneldaten von GfK, Nielsen, Klaus Braun und BioVista im Arbeitskreis Bio-Markt bestimmt. Dabei treten immer wieder große Schwankungen bei der Größe der Einkaufsstätten außerhalb des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) auf, da die Daten des GfK-Haushaltspanels diese nur ungenau abbilden. Auch für den LEH zeigen die Panel-Daten Lücken.

AMI gewichtet Paneldaten neu

Mithilfe einer Befragung der Handelsketten über ihre Bio-Umsätze sollen die Paneldaten der GfK und Nielsen neu validiert und gewichtet werden. Anschließend werden die Paneldaten der GfK und Nielsen verglichen und den Befragungsergebnissen der Handelsketten gegenübergestellt. Langfristig gesehen sollen so die Paneldaten besser bewertet werden können und – wenn möglich - ein eigenes Panel unter den Key-Accounts im LEH installiert werden.

Für die sonstigen Geschäftstypen – also Bäckereien, Metzgereien, Hofläden, Wochenmarktbeschicker und Versandhandel – soll für die Hauptprodukte und Einkaufsstätten der Bio-Umsatz erhoben werden. Dazu wird zunächst die Anzahl dieser Geschäfte ermittelt. Diese werden dann zum Umsatz ihrer Hauptprodukte befragt. Für die Reformhäuser ist eine Auswertung der Daten des bioVista Handelspanels geplant.

Darüber hinaus führt unser Projektpartner Bundesverband Naturkost Naturwaren e.V. (BNN) eine Vollerhebung der Struktur des Naturkostfacheinzelhandels durch, und befragt die Ladner zur Ausbildungs- und Nachfolgesituation im Naturkostfacheinzelhandel. Ziel des BÖLN-Projektvorhabens ist die genauere Bestimmung der Größe des deutschen Bio-Marktes im Lebensmitteleinzelhandel und in den „sonstigen Einkaufsstätten“, also in Bäckereien, Metzgereien, Hofläden, Wochenmarktbeschicker, im Versandhandel und Reformhäusern. Die neuen Validierungsfaktoren können dann für zukünftige Marktschätzungen genutzt werden. Die Projektdauer beträgt 24 Monate. AMI-Marktexpertin Diana Schaack leitet das Projekt.