Deutschland | Öko-Landbau | Strukturdaten

Daten, Trends und Perspektiven im Ökolandbau

19.09.2025 (AMI) – Die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Deutschland wächst weiter – 2024 allerdings deutlich langsamer als in den Vorjahren. Damit verschärft sich das Spannungsfeld: Die steigende Nachfrage trifft auf eine heimische Produktion, die nicht Schritt halten kann. Die AMI Marktexpertinnen geben aktuelle Einblicke in den Ökomarkt mit exklusiver Marktstudie und Experteninput aus der Umstellungsberatung.

Die AMI hat die von den Öko-Kontrollstellen gemeldeten Strukturdaten detailliert ausgewertet – nach Nutzungsarten und Tierhaltungen. Dadurch werden die unterschiedlichen Entwicklungen innerhalb des Ökolandbaus sichtbar.

Die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Deutschland ist auch 2024 gewachsen – wenn auch deutlich langsamer als in den Vorjahren. Laut aktuellen Zahlen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) stieg die Bio-Fläche um 1,3 % auf rund 1,9 Mio. ha. Damit beträgt der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche an der gesamten Landwirtschaftsfläche inzwischen 11,5 %. Während die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln weiter steigt, kann die heimische Produktion mit dem Verbrauchswachstum nicht Schritt halten – ein Spannungsfeld mit großen Chancen, aber auch deutlichen Hemmnissen.

Von insgesamt rund 1,91 Mio. ha ökologisch bewirtschafteter Fläche entfallen große Teile auf Ackerland und Dauergrünland. Innerhalb des Ackerlands nimmt der Getreideanbau den größten Anteil ein (v. a. Weizen, Roggen, Hafer und Gerste), gefolgt von Futterbau, Hülsenfrüchten und kleineren Anteilen von Ölsaaten, Gemüsebau und Kartoffeln. Die Bio-Getreidefläche ist 2024 das zweite Mal in Folge geschrumpft, dieses Mal um 13.000 ha auf 397.000 ha. Geplant war dieser Flächenrückgang wohl nicht vollumfänglich. Vielmehr ist dies das Ergebnis der ungünstigen Witterungsbedingungen zur geplanten Aussaat des Wintergetreides.

Die Verkaufserlöse der Bio-Landwirte sind 2024 wieder leicht gewachsen, vor allem durch höhere Preise bei einigen tierischen Produkten. Insbesondere die tierischen Produkte holten weiter auf - sie stellen jetzt 53 % der Verkaufserlöse der Bio-Landwirtschaft. 

AMI Web-Seminar bietet tiefere Einblick und Austausch

Am 1. Oktober 2025 um 10 Uhr ordnen die AMI-Marktexpertinnen Diana Schaack, Christine Rampold und Madita Finke im AMI Web-Seminar Der Bio-Strukturdaten-Check: Schwaches Wachstum, starke Unterschiede?“ die Bio-Strukturdaten ein und beleuchten die Hintergründe. Da es aktuell an Umstellungsinteresse von Seiten der Landwirte fehlt, wollen wir auch hier mit Ihnen ins Gespräch kommen. Ein Fachberater aus der Umstellungsberatung ergänzt die Zahlen mit praxisnahen Einblicken: Wo liegen aktuell die Chancen für Betriebe, die auf Bio setzen wollen – und wo die größten Hürden?

Inhalte des Web-Seminars 

Bio-Fläche 2024: Entwicklung in Deutschland, schwaches Wachstum im Vergleich zu Vorjahren

Überdurchschnittlich wachsende Kulturen: Welche Kulturen sind die Treiber

Öko-Tierzahlen: Aktuelle Trends in der Tierhaltung, von Rindern über Schweine bis Geflügel

Markt & Perspektiven: Einordnung der Zahlen in den aktuellen Marktverlauf, mit Blick auf Chancen und Herausforderungen


Markstudie für Teilnehmende zum Vorteilspreis

Zum Seminar gehört die aktuelle Markstudie zu den Strukturdaten im Ökolandbau, die wertvolle Detailanalysen und vertiefte Daten liefert. Die Kosten der Studie werden mit den Teilnahmekosten des Web-Seminars verrechnet, sodass die Teilnehmer einen kompakten und praxisorientierten Gesamtüberblick erhalten.

Beitrag von Christine Rampold
Marktanalystin Öko-Landbau
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© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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