Deutschland | Frische Lebensmittel | Index

Preisniveau schwächte sich bei frischen Lebensmitteln ab

10.09.2025 (AMI) – Trotz einiger Preisrunden im Lebensmitteleinzelhandel mit höherem Niveau fiel die Teuerungsrate im Frische-Bereich im August niedriger aus als noch einen Monat zuvor. Haupttreiber für die Teuerung an sich blieben jedoch die höheren Rindfleischpreise.

Dem AMI-Frischeindex zufolge zahlten die Verbraucher für frische Lebensmittel im August nur noch 2,1 % mehr als im Vorjahr. Einen Monat zuvor hatte die Teuerungsrate noch bei 3,4 % gelegen. Wie in den vorangegangenen Monaten blieben die hohen Rindfleischpreise der Treiber der Teuerung. Mit 20,6 % verzeichnete diese Warengruppe die höchsten Aufschläge. Aktuelle Preisanpassungen gab es für diese Produkte jedoch nicht. Das hohe Preisniveau basiert auf den Anpassungen der zurückliegenden Monate.

Preisrunden mit Preiserhöhungen

Im Gegensatz zum Rindfleisch gab es im August eine neue Preisrunde in der Warengruppe Wurst und Fleischwaren. Verschiedene Artikel, wie Salami, Fleischwurst, Schinken und Wiener Würstchen, wurden zum Monatsende im Basissortiment der führenden Discounter im Preis angehoben. Insgesamt lag das Preisniveau für diese Warengruppe jedoch noch 0,9 % unter dem Vorjahresniveau. Aufgrund der Anpassungen erst zum Monatsende hin kamen diese noch nicht voll zum Tragen.

Des Weiteren erfolgten Preiserhöhungen für mehrere Molkereiprodukte. Für Milch und Milchprodukte zahlten die Verbraucher im vergangenen Monat 2,4 % mehr als im Vorjahr und für Käse 5,2 %. Der Preis für unter anderem Naturjoghurt mild mit 3,5 % Fettgehalt und jungen Gouda als Stück-Ware wurden im Basissortiment des Lebensmitteleinzelhandels erhöht.

Frisches Obst: Preisabstand verringerte sich

In den vergangenen Monaten gehörte Obst mit zu den Haupttreibern der Teuerung im Frische-Bereich. Im August lagen die Preise dagegen nur noch 3,5 % über dem Vorjahresniveau. Die Teuerungsrate hat sich hier deutlich abgeschwächt und dies wirkte sich auch auf die Rate für frische Lebensmittel insgesamt aus. Teureres Steinobst war der Grund für die hohen Preisaufschläge im Obstbereich. Im vergangenen Monat kostete Steinobst im Durchschnitt 12,6 % mehr als im Vorjahr. Das knappere Angebot vor allem an Nektarinen und Pfirsichen hatte die Preise während der Saison deutlich steigen lassen.

Mehr Informationen zu den Preisentwicklungen der anderen Frische-Warengruppen finden Sie in unserem Online-Dienst Markt aktuell Agribusiness.

Beitrag von Judith Dittrich
Marktexpertin Verbraucherforschung
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© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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