Veganuary – Impulsgeber oder Strohfeuer?
Die Idee des Veganuary ist der Verzicht auf tierische Produkte im Januar. Er wird gerade zu Beginn des Monats intensiv in den sozialen Medien und der Werbung thematisiert. Damit wird gleichzeitig der im Trendreport Ernährung 2025 identifizierte Top-Trend „pflanzenbetonte und flexitarische Ernährung“ bedient.
Doch wie nachhaltig ist der Impuls, den der Veganuary gibt? Unstrittig ist, dass die Nachfrage nach pflanzenbasierten Alternativen zu Fleisch- und Milchprodukten in den vergangenen Jahren deutlich angezogen hat. Insbesondere Pflanzendrinks haben sich als Milchalternativen erfolgreich etabliert, allen voran Haferdrinks. Zwischen Dezember 2024 und November 2025 war im Umfeld von Milch und Milchgetränken gut jeder achte Liter ein Pflanzendrink.
Auf der anderen Seite hat der Markt für Fleisch- und Wurstalternativen offensichtlich an Dynamik eingebüßt. Dies zeigen nicht nur die Einkaufsmengen der privaten Haushalte, sondern auch die Daten der vierteljährlichen Produktionserhebung im Verarbeitenden Gewerbe des Statistischen Bundesamtes. Demnach stagnierten Wert und Menge der Produktion von vegetarischen und veganen Lebensmittelzubereitungen in Deutschland zuletzt.
Dem AMI-Verbraucherpreisspiegel zufolge war der Kauf von pflanzenbasierten Alternativen während des vergangenen Jahres weiterhin in der Regel mit Mehrkosten verbunden. Auf Einzelartikelebene herrschte aber durchaus auch mal Preisparität zwischen vegetarisch/veganen und tierischen Erzeugnis. Exemplarisch steht dafür der Bio-Haferdrink, der sich als Eigenmarke des Lebensmitteleinzelhandels auf dem Preisniveau von Trinkmilch bewegte.
Tiefere Einblicke zu diesem Themenkomplex erhalten Sie im Rahmen des AMI -Web-Seminars „Veganuary – Markttreiber oder Strohfeuer“. Am Freitag, den 30. Januar 2026 analysieren die AMI-Marktexperten Thomas Els und Judith Dittrich zentrale Themen rund um den Markt für pflanzliche Alternativen.
© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH
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Thomas Els
Bereichsleiter Verbraucherforschung
Tel. (0228) 33805-301
Langjährige Erfahrung als Marktforscher zum Thema Konsumverhalten der privaten Verbraucher bei Nahrungsmitteln, Autor der Verzehrsmonitore Fleisch und Milch.



