Deutschland | Rohmilch | Erzeugerpreise

Schleswig-Holstein erreicht die 40-Cent-Marke

02.11.2017 (AMI) – Die Milcherzeugerpreise in Deutschland sind auch im September flächendeckend gestiegen. Doch an den Produktmärkten scheint der Scheitelpunkt bereits überschritten zu sein. Wie geht es auf der Erzeugerseite weiter?

Die Auszahlungsleistung der Molkereien ist im September nach Schätzungen der AMI im Bundesmittel auf 38,5 Ct/kg für konventionell erzeugte Kuhmilch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß gestiegen. Gegenüber dem Vormonat zogen die Milcherzeugerpreise teils nochmals kräftig an. Vor allem in Baden-Württemberg und Brandenburg erhielten die Milcherzeuger mehr für ihren angelieferten Rohstoff. In Schleswig-Holstein erreichten die Milcherzeuger als erstes Bundesland seit Anfang 2014 die 40-Cent-Marke.

Kurzfristig noch steigende Tendenzen

Im Zuge der gestiegenen Milchmengen ist sowohl an den Rohstoffmärkten als auch auf der Verarbeitungsstufe seit Ende des dritten Quartals ein teils deutlicher Rückgang bei den Preisen für Milchfett zu beobachten. Zudem ist auf der Eiweißseite nach wie vor keine Erholung in Sicht. Die Auszahlungspreise für Milcherzeuger folgen der Entwicklung an den Produktmärkten zumeist zeitlich verzögert. Aus diesem Grund dürften die Milcherzeuger auch im Oktober mit steigenden Milchpreisen rechnen können.

Doch wie lange können sich die steigenden Tendenzen auf der Erzeugerseite noch durchsetzen? Eine Einschätzung der Situation sowie die aktuelle Entwicklung auf Ebene der Bundesländer lesen Sie im Markt aktuell Milchwirtschaft. Sie sind noch kein Kunde? Dann abonnieren Sie am besten gleich den Online-Dienst Markt aktuell Milchwirtschaft in unserem Shop und erhalten umfassende Informationen zu den Milcherzeugerpreisen und weiteren aktuellen Themen des Milchmarktes.

Beitrag von Juliane Michels

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