Deutschland | Butter | Aktionspreise

Butter häufig in Werbeaktionen vertreten

12.03.2019 (AMI) – Milchprodukte sind bei den deutschen Verbrauchern sehr beliebt. Butter, Käse oder Milchfrischprodukte landen bei fast jedem Ladenbesuch im Einkaufswagen. Das Konsumverhalten unterliegt dabei aber deutlichen Verschiebungen. Dies ist in Folge der stark schwankenden Verbraucherpreise vor allem bei Butter und Buttererzeugnissen der Fall. Darauf hat der Handel seine Werbeaktionen intensiv abgestellt.

Die Light-Welle ist verebbt, Genuss steht wieder mehr im Fokus der Verbraucher. Milchfett als klassischer Geschmacksträger nimmt dabei wieder an Bedeutung zu. Bei Konsummilch, Joghurt und Quark wird beim Einkauf bereits seit Längerem vermehrt zu den Varianten mit höheren Fettgehalten gegriffen. Gleichzeitig nimmt auch die Nachfrage nach Streichmischfetten zu. Dies ist vorrangig mit Rapsöl versetzte Butter, die auch in gekühlter Form streichzart verarbeitet werden kann. Vor dem Hintergrund dieser Veränderungen im Konsumverhalten werden Milchprodukte sowohl von den Herstellern als auch vom Handel intensiv beworben. Neben Werbespots im Fernsehen sind sie auch in den wöchentlichen Hauswurfsendungen ein fester Bestandteil.

Preise für Formbutter im Auf und Ab

Aspekte wie Regionalität, Nachhaltigkeit oder Tierwohl haben durchaus zunehmend Einfluss auf die Kaufentscheidung der Verbraucher. Nach wie vor ist der Preis aber der maßgeblich bestimmende Faktor. Bei Butter schwankt dieser, auf Grund kürzerer Kontraktlaufzeiten, im Preiseinstiegssegment stärker als bei anderen Milchprodukten. In Werbeaktionen des LEH sind Butter und deren Zubereitungen somit ein Zugpferd mit sehr hoher Werbewirkung.

Im Februar war Butter insgesamt 58-mal in den Angebotsaktionen des LEH vertreten. Damit war die Zahl der Werbeanstöße im Beobachtungszeitraum um mehr als 50 % höher als in den beiden Vorjahren. Anfang März stieg die Werbeintensität, im Zuge des erneuten Preisrückganges, sogar im Vergleich zu 2018 auf das Dreifache. Das zeigt die Analyse auf Basis von AMI Aktionspreise im LEH. Hieraus geht ebenfalls hervor, dass die Verbraucher in Aktionen teilweise für den gleichen oder sogar günstigeren Preis wie im Einstiegssegment auch ein in- oder ausländisches Markenprodukt erstehen konnten.

Aktionspreise sind für den LEH eine Möglichkeit, das Interesse der Verbraucher auf bestimmte Produkte zu lenken. Damit sind sie auch ein erster Indikator für Preisbewegungen auf der Verbraucherebene. Die AMI Marktexperten erfassen und analysieren die Werbezettel von mehr als 20 Einkaufsstätten. Mit AMI Aktionspreise im LEH stehen diese Daten bereits dienstags ab 13:00 Uhr zur Verfügung. Wollen auch Sie frühzeitig Preisentwicklungen auf der Verbraucherebene erkennen? Dann sichern Sie sich Ihren Zugang zu AMI Aktionspreise im LEH. Egal, ob eine Übersicht über die gesamten Angebotsaktionen einer Woche, oder eine Analyse für ein einzelnes Produkt oder eine Produktgruppe, die AMI Marktexperten erstellen Ihnen gerne ein individuelles Angebot.

Beitrag von Andreas Gorn

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Deutschland | Milch & Milchprodukte | Haushaltsnachfrage

Preisrückgänge beleben die private Nachfrage

15.08.2019 (AMI) – Im ersten Halbjahr von 2019 waren Milchprodukte für die Verbraucher wieder günstiger. Insbesondere bei Butter gingen die Preise stark zurück. Dies wirkte sich teils stimulierend auf die Einkäufe der privaten Haushalte aus.   Mehr

Deutschland | Butter | Nachfrage

Preise für Blockbutter stabilisiert

15.08.2019 (AMI) – Der Markt für Blockbutter war Mitte August nach wie vor von einem für die Ferienzeit üblichen verhaltenen Verlauf geprägt. Das Neugeschäft bewegte sich in ruhigen Bahnen. Abschlüsse kamen weiterhin nur hier und da für kleinere Mengen zustande.  Mehr

Deutschland | Milch & Milchprodukte | Außenhandel

Deutschland: Mehr Frischmilchprodukte exportiert | MI-I-110a

13.08.2019 (AMI) – Gegenüber dem Vorjahr gingen die Ausfuhren von Käse, dem bedeutendsten Exportprodukt unter den deutschen Milcherzeugnissen, in den ersten fünf Monaten von 2019 leicht zurück.   Mehr