Welt | Milch & Milchprodukte | Handel

Welthandel Anfang 2020 gedämpft

07.05.2020 (AMI) – Der globale Handel mit Milchprodukten hat sich zu Jahresbeginn spürbar abgeschwächt. Bei den Schlüsselprodukten zeigten sich nahezu durchgängig rückläufige Entwicklungen. Lediglich Laktose und Kasein wiesen im Vorjahresvergleich Zuwächse auf.

In den ersten beiden Monaten von 2020 hat der globale Handel mit Milchprodukten, festgemacht an den Ausfuhren der weltweit größten Exporteure, einen Dämpfer erhalten. In Milchäquivalent sanken die Gesamtausfuhren im Vergleich zum Referenzzeitraum des Vorjahres um rund 7 %. Hierzu dürften im Wesentlichen die Effekte der Corona-Pandemie beigetragen haben, die das Nachfragewachstum zunächst gestoppt haben. Bei den mengenmäßig bedeutendsten Produkten fiel der Rückgang der Exportmengen beim Magermilchpulver am deutlichsten aus, aber auch Butter und Vollmilchpulver wiesen stärkere Verluste auf. Zuwächse konnten lediglich die Teilmärkte für Laktose und Kasein verbuchen, die jedoch bezogen auf die Handelsmenge weniger bedeutend sind. Unter den großen Exporteuren konnten lediglich die USA mehr Ware am Weltmarkt platzieren. Importseitig agierte vor allem China, der weltweit größte Nachfrager von Milchprodukten verhaltener. Aber auch andere asiatische Länder wie Japan, Indonesien, Malaysia und Singapur führten weniger Ware ein. Russland und die USA wiesen hingegen höhere Importmengen auf.

Handel mit Magermilchpulver rückläufig

Der internationale Handel mit Magermilchpulver hat sich in den ersten beiden Monaten von 2020 im Vorjahresvergleich deutlich abgeschwächt. Dies ergibt die Analyse der von den zehn führenden Exporteuren ausgeführten Mengen. Hierbei errechnet sich ein Rückgang um gut 10 %. Ausschlaggebend hierfür waren vor allem die sinkenden Importe Chinas, Russlands, sowie weiterer Käufer aus Asien wie beispielsweise Malaysia, Singapur oder Japan. Dem standen nur vereinzelt höhere Importe, wie in Indonesien oder den Philippinen gegenüber. Angebotsseitig führte dies zu geringeren Exporten der EU, Neuseelands, Australiens und den meisten anderen Anbietern. Lediglich die USA konnten Anfang 2020 mehr Magermilchpulver am Weltmarkt platzieren.

Wie entwickelte sich der globale Handel mit Vollmilchpulver sowie mit Butter und Käse im Detail? Und welche Länder waren wichtige Abnehmer am Weltmarkt? Antworten auf diese Fragen finden Sie in einer ausführlichen Analyse im Markt aktuell Milchwirtschaft. Nutzen Sie die Bestellmöglichkeiten im Shop und sichern Sie sich noch heute Ihren Zugang zum Expertenwissen!


Beitrag von Andreas Gorn
Marktexperte Milch und Milchprodukte

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Deutschland | Käse | Nachfrage

Junge Käsebestände in den Reifelagern

27.01.2022 (AMI) – Bei Schnittkäse verlief die Nachfrage weiterhin rege und die Hersteller berichteten über einen hohen Warenausgang. Nach wie vor war die Altersstruktur in den Reifelagern jung und die Bestände auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Die Preise tendierten nochmals fester.   Mehr

Deutschland | Milch & Milchprodukte | Haushaltsnachfrage

Private Nachfrage: Rückläufiger Trend setzt erneut ein

27.01.2022 (AMI) – Die privaten Haushalte in Deutschland haben 2021 weniger Milchprodukte nachgefragt als im Jahr zuvor, als das öffentliche Leben pandemiebedingt stark eingeschränkt war. Die Verbraucherpreise sind produktübergreifend gestiegen.   Mehr

Deutschland | Butter | Nachfrage

Nachfrage nach Butter etwas lebhafter

20.01.2022 (AMI) – Der Absatz von Formbutter verlief Mitte Januar weiterhin verhalten. Nach der deutlichen Beruhigung über die Feiertage haben sich die Abrufe zuletzt aber wieder leicht belebt.   Mehr