Deutschland | Rohmilch | Erzeugerpreise

Spitzenpreise für Weidemilch

06.08.2020 (AMI) – Rund zwei Drittel der Milch in Deutschland stammte im Jahr 2019 aus gentechnikfreier Fütterung. In Süddeutschland wurden dafür die höchsten Preise gezahlt und hier vor allem für Weidemilch. Marktseitig belasteten die schwächeren Erlöse am Fettmarkt die Auszahlungsleistung der Molkereien. Im bundesweiten Mittel reichten die Erzeugerpreise nicht an das Vorjahresergebnis heran.

Der AMI-Vergleichspreis für gentechnikfrei erzeugte Milch lag im Jahr 2019 bei 34,76 Ct/kg. Das waren 0,9 Ct weniger als im Jahr zuvor. Die Milchviehhalter in Deutschland hatten damit das zweite Jahr in Folge Einbußen beim Milchgeld zu verkraften. Als Ursache für den Rückgang der Milcherzeugerpreise ist vor allem die Schwäche am Fettmarkt anzuführen. Insgesamt war der Milchmarkt im Jahr 2019 ausgeglichener als in den Vorjahren und die weite Spreizung zwischen der Fett- und Eiweißverwertung hat sich relativiert. Mit dem Abbau der Interventionsbestände haben sich die Preise für Magermilchpulver von ihren Tiefstständen im Jahr 2018 erholt und sind deutlich gestiegen. Demgegenüber waren am Fettmarkt schwächere Tendenzen zu verzeichnen. Alles in allem konnten die gesunkenen Erlöse beim Fett durch die Steigerung im Pulverbereich nicht kompensiert werden. Dies hat sich auch auf die Erzeugerpreise für Milch ausgewirkt.

Wie hoch fiel das Milchgeld für gentechnikfrei erzeugte Milch bei einzelnen Molkereien aus? Und wie entwickelt sich das Jahr 2020 für Erzeuger und Molkereien?

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Beitrag von Dr. Kerstin Keunecke
Marktexpertin Milch und Milchprodukte

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