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EU-weit mehr Frische und Käse und weniger Butter produziert

13.12.2024 (AMI) – Den Molkereien in der EU-27 stand in den ersten drei Quartalen von 2024 annähernd so viel Milch zur Verfügung wie im Vorjahr. Der verfügbare Rohstoff wurde jedoch teils in andere Produktionsrichtungen gelenkt als ein Jahr zuvor. Dadurch kam es vor allem bei Butter und Milchpulver zu Produktionsrückgängen, während die übrigen Produkte Zuwächse verzeichneten.

Im Zeitraum Januar bis September 2024 lag die Milchanlieferung in der EU-27 schalttagsbereinigt marginal um 0,1 % über dem Vorjahresniveau. Dabei verfehlten die Mengen im Januar die Vorjahreslinie zunächst noch um 0,8 %. In den Folgemonaten entwickelte sich das Milchaufkommen dann expansiv, bis es im Juli und August wieder unter das Vorjahresniveau fiel. Im September wurde die Menge des Vorjahresmonats fast genau erreicht. Auf Ebene der Mitgliedstaaten standen sich in der Summe der ersten drei Quartale teils deutliche Mengenverschiebungen gegenüber. Insbesondere in Polen und Frankreich wurde die Milchanlieferung spürbar ausgeweitet. Mit einem Produktionsanstieg von 2,9 % in Polen und 1,2 % in Frankreich generierten die beiden Länder in der Summe bis September knapp 0,6 Mio. t zusätzliche Milch. Demgegenüber kam es vor allem in Irland und den Niederlanden zu deutlichen Rückgängen. Auch in Deutschland verfehlte die Anlieferungsmenge bis September das Vorjahresniveau.

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Beitrag von Michelle Kuhn
Produktmanagerin Milchwirtschaft
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