Deutschland | Rohmilch | Erzeugerpreise

Milchpreis 2024: Erneut zweithöchster Wert

25.04.2025 (AMI) – Die Erzeugerpreise für konventionelle Milch haben in den vergangenen Jahren ein neues Niveau erreicht. Mit dem Ergebnis von 2024 wurde das dritte Jahr in Folge ein überdurchschnittlicher Preis erzielt. Allerdings sind auch die Kosten gestiegen.

Die Preise für konventionell erzeugte Kuhmilch sind im Jahr 2024 kontinuierlich gestiegen. Damit setzte sich der im Herbst des Vorjahres begonnene Aufwärtstrend fort. Mit 48,14 Ct/kg im Jahresdurchschnitt wurde das bisher zweithöchste Ergebnis erreicht, gültig für konventionelle Milch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß und inklusive Nachzahlung. Damit wurde zwar das bisher gültige Allzeithoch von 53,18 Ct/kg aus dem Jahr 2022 unterschritten, der Wert aus 2023 von 45,34 Ct/kg jedoch deutlich übertroffen.

In der regionalen Betrachtung wurden im Jahr 2024 im Süden Deutschlands die höchsten Preise gezahlt, im Westen hingegen die niedrigsten. Baden-Württemberg lag mit einem Landesmittel von 50,01 Ct/kg bundesweit auf dem ersten Platz. Das Ländle ist damit auch die einzige Region, die die 50-Cent-Marke erreicht hat. Knapp dahinter folgte Bayern mit 49,48 Ct/kg und an dritter Stelle Thüringen mit 49,27 Ct/kg. Ein entscheidender Faktor dabei war die Nachzahlung, die in Bayern und Baden-Württemberg jeweils überdurchschnittlich hoch ausfiel. Ohne die Nachzahlung wäre die Spitzenposition an Thüringen gegangen. Damit blieb das Spitzentrio gegenüber 2023 unverändert.

Was waren die Ursachen für die Entwicklungen der Erzeugerpreise im Jahr 2024 und wie stellten sich die Auszahlungsleistungen für Bio-Milch im Vergleich dar? Wie sind die Milcherzeugerpreise in das Jahr 2025 gestartet? Antworten auf diese Fragen finden Sie in einer Analyse in unserem Online-Dienst Markt aktuell Milchwirtschaft.

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Beitrag von Dr. Kerstin Keunecke
Marktexpertin Milch und Milchprodukte
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