Deutschland | Rohmilch | Anlieferung

Hitzedelle beim Milchaufkommen

20.08.2026 (AMI) – Die deutschlandweite Milchanlieferung ging Anfang August saisonbedingt weiter zurück. Anhaltend hochsommerliche Temperaturen und deren Auswirkungen verstärkten den Rückgang zuletzt zusätzlich.

Anfang August zeigte sich angesichts der anhaltend hochsommerlichen Temperaturen in Deutschland eine weitere Delle bei der bundesweiten Milchanlieferung. Unter anderem infolge des Hitzestresses der Milchkühe ging das Rohstoffaufkommen wieder deutlicher zurück. Gleichzeitig verschärfte sich die Futtersituation aufgrund der Trockenheit und fehlender Niederschläge, insbesondere in Süddeutschland. Regional kam es dadurch bereits zu Bestandsabstockungen. Zudem dämpfte das sich zunehmend ausbreitende „Shamonda-like“-Virus mit dem Symptom sinkender Milchleistungen die bundesweiten Milchmengen zusätzlich. In der 32. Kalenderwoche lag die Milchanlieferung nach Berechnungen der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) bundesweit um 2,4 % unter dem Niveau der Vorwoche, für die lediglich ein Rückgang um 0,6 % ermittelt worden war. Die Anlieferungsmengen näherten sich damit weiter der Vorjahreslinie an; Anfang August wurde diese lediglich noch um 1,8 % übertroffen. In der Summe der ersten 32 Kalenderwochen fiel das Milchaufkommen im Vergleich zum Vorjahr jedoch weiterhin rund 5,5 % höher aus.

Wie gestaltete sich die Lage an den deutschen Rohstoff- und Produktmärkten in der zweiten Augusthälfte? Und wie entwickelten sich die Spotpreise für Rohmilch? Antworten auf diese Fragen finden Sie im Markt aktuell Milchwirtschaft.

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Beitrag von Michelle Kuhn
Produktmanagerin Milchwirtschaft

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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