Deutschland | Rohmilch | Anlieferung

Erste Jahreshälfte von hohem Milchangebot geprägt

20.08.2026 (AMI) – Die Kuhmilchanlieferung an deutsche Molkereien bewegte sich in den ersten sechs Monaten von 2026 deutlich über der Vorjahreslinie. Auf Bundeslandebene nahmen die Milchmengen im ersten Halbjahr flächendeckend zu.

Insgesamt produzierten die inländischen Erzeuger von Januar bis Juni 2026 knapp 16,8 Mio. t konventionelle und ökologische Milch. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutete das einen Anstieg um 6,3 % oder 989.000 t.

Einen wesentlichen Beitrag dazu leistete Niedersachsen mit einem Zuwachs um 259.000 t (7,1 %). Auch in Bayern fiel das Wachstum mit 240.000 t (6,1 %) ähnlich stark aus. Den höchsten prozentualen Anstieg verzeichnete im ersten Halbjahr die Region Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland mit 8,3 %. Aber auch in weiteren Bundesländern ergaben sich spürbare Zuwächse. So unter anderem in Baden-Württemberg um 7,8 % und in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein um jeweils 6,7 %. Der geringste Anstieg entfiel mit 11.000 t (2,9 %) auf Thüringen. Während die konventionelle Erzeugung dort im Vorjahresvergleich zugelegt hatte, wurde für die Bio-Milchanlieferung ein Minus ausgewiesen. Dies war die einzige rückläufige Entwicklung auf Bundeslandebene in der Halbjahresbetrachtung. Allerdings war dieser Rückgang vor allem strukturell bedingt, da bereits der Wegfall eines einzelnen größeren Bio-Milchviehbetriebs bei der insgesamt geringen Erzeugerbasis in Thüringen erhebliche Auswirkungen auf die Gesamtmenge hat.

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Beitrag von Michelle Kuhn
Produktmanagerin Milchwirtschaft

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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