Deutschland | Brotgetreide | Nachfrage

Dürftiges Brotgetreidegeschäft

26.10.2017 (AMI) – Absatzflaute auf allen Wegen hält an. Die fundamentale Marktlage ändert sich nicht. Die weitgehend stabilen Preise sind teils schon nominell. Nach den Herbstbestellungen könnten die Landwirte zurück an den Markt kommen. Das Preisniveau fördert die Abgabebereitschaft nicht.

Das Brotweizengeschäft bleibt ruhig. An den Exportstandorten gibt es nur wenig zu tun, da die hiesigen Preise am Weltmarkt nicht wettbewerbsfähig sind. In Richtung der Mühlen werden meistens nur Verträge abgewickelt. Etwas Brotweizen geht an die Mischfutterindustrie, die aber nun aber auch mehr Körnermais zu fassen bekommt. Das setzt die Preise für Brotweizen sogar etwas unter Druck. Bisher sind Preisveränderungen gegenüber der Vorwoche sowohl im Großhandel als auch auf Erzeugerstufe aber fast nicht festzustellen. In einigen Regionen ist das Handel derzeit so schwach, dass die genannten Preise eher nominellen Charakter haben. Die Absatzflaute könnte den Markt bald bewegen, wenn Erzeuger nach dem Ende der Herbstbestellungen wieder an den Markt kommen. Dass einem steigenden Angebot mehr Kaufinteresse entgegengebracht wird, scheint unwahrscheinlich, da vor allem die Mühlen sehr gut mit Vertragsware eingedeckt sind. Brotroggen bleibt weiterhin eher ein gefragtes Getreide, hier können sich die Preise weiter auf dem erreichten Niveau behaupten. Es gibt aber erste Anzeichen einer leicht schwächeren Preisentwicklung. Beim Weizen sind Aufmischpartien zwar Mangelware, die gute Qualitäten werden zum aktuellen Preisniveau aber auch kaum gehandelt.

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Beitrag von Christoph Hambloch

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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