Deutschland | Öle | Preise

Sonnenblumenöl unerwartet schwach, Palmöl findet Boden

05.01.2018 (AMI) – Die Pflanzenölpreise haben sich uneinheitlich entwickelt. Während Rapsöl unter fehlenden Nachfrage leidet, deutet sich bei Palmöl ein Ende der Talfahrt an, demgegenüber brechen die Sonnenblumenölpreise regelrecht ein.

In der vergangenen Woche war es feiertagsbedingt sehr ruhig und die Ruhe setzt sich fort, viele Marktteilnehmer sind auch noch in der aktuellen Woche im Urlaub, so dass kaum Aktivitäten am Markt zu beobachten sind. Die leicht festeren Vorgaben der US-Sojaölkurse in Chicago aus der vergangenen Woche haben jedoch ausgereicht, um auch die Forderungen für Sojaöl am Kassamarkt zu unterstützen. Fob Hamburg wurden zuletzt 735 EUR/t und damit 5 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Rapsöl hat hingegen wieder deutlich verloren. Die fehlende Nachfrage aus dem Biodieselsektor belastet die Preise anhaltend. Mit 715 EUR/t fob Hamburg kostete Rapsöl rund 20 EUR/t weniger als zuletzt.

Demgegenüber konnten sich die Forderungen für Palmöl in der vergangenen Woche leicht befestigen. Cif Rotterdam wurde Palmöl mit 568 EUR/t offeriert, 4 EUR/t mehr als noch vor Weihnachten. Die größte Überraschung stellte jedoch die Preisentwicklung für Sonnenblumenöl dar. Nach wochenlang stabilen Preisen ohne nennenswerte Änderungen brachen die Forderungen zuletzt um 38 EUR/t auf 631 EUR/t ein.

Wie geht es weiter an den Pflanzenölmärkten?

Mit dem Onlinedienst Markt aktuell Ölsaaten bleiben Sie stets bestens informiert. Noch kein Kunde? Dann gleich auf zum Shop.

Beitrag von Sebastian Kaltenecker

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Login

Das könnte Sie auch interessieren

Welt | Bioenergie | Strukturdaten

Anstieg verlangsamt

19.07.2018 (AMI) – Auch für das laufende Jahr sind weitere Verbrauchssteigerungen avisiert, allerdings verlangsamt sich das Wachstum im Biokraftstoffverbrauch.   Mehr

Deutschland | Getreide | Ernte

Schwache Ernteergebnisse treiben Getreidepreise

17.07.2018 Langsam wird es amtlich – die deutsche Getreideernte ist klein, über alle Kulturen fehlt es aus der schwachen Ernte an Menge, da sind die gegenüber Vorwoche angehobenen Erzeugerpreise fast nebensächlich.  Mehr

Welt | Getreide | Ernte

USA-China-Konflikt belastet Getreidemärkte

12.07.2018 (AMI) – Der Handelskonflikt belastet vor allem US-Soja und Mais, zieht aber auch den Weizenkurs mit nach unten. Zudem stehen die US-Weizenfeldbestände gut da.  Mehr