Deutschland | Raps | Marktversorgung

Rapserzeugerpreise verharren auf Vorwochenniveau

24.08.2017 (AMI) – Die Rapserträge in Deutschland fallen schlechter aus als bisher prognostiziert. Das anhaltend niedrige Preisniveau hält Erzeuger davon ab ihre Ware anzubieten. Fehlende Nachfrage der Ölmühlen und Preisdruck bei Rapsöl und Schrot begrenzen den Handel zusätzlich.

Der Prognosedienst der EU-Kommission MARS schätzt in seinem aktuellen Monatsbericht den Rapsertrag 2017 in der EU-28 auf 32,7 dt/ha, das sind 0,6 dt/ha (1,9 %) mehr als noch im Juli prognostiziert. Damit läge der Durchschnittsertrag rund 0,8 % über dem langjährigen Mittel. Für Deutschland hat der Dienst allerdings seine Ertragsschätzung von 37 dt/ha auf 35,9 dt/ha reduziert. Der DBV hat jüngst dazu erklärt, dass die Niederschläge im Sommer die Qualität und die Erträge deutlich beeinträchtigt haben. Der Ölgehalt liegt im Schnitt bei enttäuschenden 40 %.

Am Markt sorgte die heterogene Qualität bereits in den vergangenen Wochen für erhebliche Probleme bei der Vermarktung. Darüber hinaus blieb das Preisniveau am deutschen Kassamarkt unverändert zur Vorwoche mit 348 EUR/t unbefriedigend für die Landwirte. Die Abgabebereitschaft der Erzeuger war daher auch in der vergangenen Woche sehr gering.

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Beitrag von Sebastian Kaltenecker

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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