Europa | Ölsaaten | Kursentwicklung für Soja und Raps

Paris: Rapskurse nahezu stabil

18.09.2024 (AMI) – Die Notierungen liegen nur knapp unter Vorwoche. Druck übte vor allem der feste Eurokurs aus. Unter anderem die gekürzte Prognose für die kanadische Canolaernte sowie die gegenüber Vorjahr kleinere französische Rapsernte begrenzen die Verluste.

An der Pariser Börse schloss der Fronttermin November 24 am 17.09.2024 bei 463 EUR/t und damit nur 0,25 EUR/t unter Vorwoche. Dabei kam es zu Tagesschwankungen von -9,75 EUR/t bis +5,25 EUR/t. Zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr lag der Fronttermin bei 474,50 EUR/t. Folgetermine der Ernte 24 geben ebenfalls um lediglich bis zu 0,25 EUR/t nach, Termine der Ernte 25 hingegen um bis zu 5,50 EUR/t.

Für zeitweise Unterstützung sorgten Meldungen aus Kanada. Nach Angaben von StatCan dürfte sich die kanadische Canolaernte 2024/25 auf rund 18,98 Mio. t belaufen, damit wurde die Vormonatsprognose um gut 0,5 Mio. t nach unten korrigiert. In der vorigen Saison kamen 19,19 Mio. t zusammen. Zwar korrigierte das französische Agrarstatistikamt Agreste seine Prognose für die diesjährige Rapsernte Frankreichs gegenüber Vormonat marginal nach oben, auf Jahressicht dürften mit 3,9 Mio. t aber dennoch 0,3 Mio. t weniger von den Feldern geholt werden als im Vorjahr. Auch die festen Rohöl- sowie US-Sojakurse boten den Pariser Rapsnotierungen etwas Unterstützung.

Auf der anderen Seite drückte der feste Eurokurs die Notierung. Der Euro gewann innerhalb der fünf zurückliegenden Handelstage immerhin rund 1 % an Wert. Bei einer steigenden Handelswährung sinkt die Attraktivität an EU-Raps als Rohstoff für Biokraftstoffe, was das ohnehin geringe Kaufinteresse drückt.

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Beitrag von Svenja Herrmann
Produktmanagerin Pflanzenbau
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