Welt | Getreide | Kursentwicklung für Weizen und Mais

Terminmärkte: Rückläufige Vorräte stützen Maiskurse

12.12.2024 (AMI) – Die Maisnotierungen in Paris und Chicago ziehen an. Vor allem die Aussicht auf weltweit sinkende Vorräte stützt die Preise.

Die internationalen Maisnotierungen konnten in den vergangenen Handelstagen zulegen. In Chicago schloss der Fronttermin Dezember 24 am 11.12.2024 bei umgerechnet 164,12 EUR/t, was einem Wochenplus von 5,77 EUR/t und dem höchsten Stand seit Ende Juni entspricht. Auch die Folgetermine legten zu.

Ausschlaggebend war die jüngste Prognose vom USDA, die von deutlich niedrigeren US-Endbeständen zum Ende des laufenden Wirtschaftsjahres 2024/25 ausgeht. In der Folge korrigierten die Experten auch die Prognose für die weltweiten Lagerbestände nach unten. Zudem rechnet das USDA mit einem Anstieg der US-Exporte sowie einer höheren Inlandsnachfrage nach Mais. Dies dürfte auch durch die derzeit lebhaften Exporte gestützt worden sein. In der Woche zum 28.11.24 wurden in den USA 1,7 Mio. t Mais verschifft, was einem 4-Wochen-Hoch entspricht.

Die Gewinne wurden durch die günstigen Bedingungen in den brasilianischen Anbaugebieten begrenzt. Die für die kommenden Wochen vorhergesagten Niederschläge dürften die Feldarbeiten sowie die Entwicklung der Kulturen begünstigen. Ähnliches wird für Argentinien erwartet.

Vor diesem Hintergrund konnten auch die Maiskurse in Paris auf Wochensicht Gewinne verbuchen. Am 11.12.2024 schloss der nahe Fronttermin März 25 bei 208,50 (+2,75) EUR/t. Für die EU senkte das USDA seine Schätzung für die Ernte 2024 um 0,8 auf 58 Mio. t. Gleichzeitig rechnen die Experten mit einem steigenden Importbedarf und sinkenden Lagerbeständen zum Ende des laufenden Wirtschaftsjahres in der EU.

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Beitrag von Eike Wagner
Produktmanager Pflanzenbau
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