US-Sojakurse im Plus
Die Sojabohnenkurse an der Börse in Chicago legten in der zurückliegenden Berichtswoche zu. Am 22.7.2025 schloss der Fronttermin August 25 bei umgerechnet 317,26 EUR/t, was einem Plus von 3,88 EUR/t auf Wochensicht entspricht. Auch die Folgetermine konnten zulegen, wobei die Notierung vor dem Wochenende sogar noch bei 324,12 EUR/t rangierte.
Bullisch wirkten dabei besonders die Aussichten auf eine große Nachfrage des US-Biokraftstoffsektors nach Sojabohnen bzw. Sojaöl in der laufenden Saison. Dies trieb die Sojaölpreise und damit auch den Rohstoff an. Des Weiteren profitierten die Kurse vom Handelsabkommen zwischen den USA und Indonesien. Dieses soll auch den Kauf von US-Agrargütern im Wert von 4,5 Mrd. USD beinhalten.
Von den Äckern bzw. den Wettermärkten kamen dagegen gemischte Signale für die Kurse. Während nach einer kurzen Hitzewelle in den Anbaugebieten des Mittleren Westens nun wieder günstiger Niederschlag prognostiziert wird, senkte das USDA jüngst seine Zustandsbewertung für die Sojafeldbestände. Marktteilnehmer hatten mit einer Korrektur nach oben gerechnet.
Für Verunsicherung sorgt indes die nahende Frist für den Abschluss von Handelsabkommen mit den USA, bevor die angedrohten Zölle gegenüber beispielsweise China und der EU am 1. August in Kraft treten. Marktteilnehmer befürchten als Gegenreaktion ebenfalls Abwehrzölle auf US-Agrargüter, heißt es vom Markt. Dies dürfte zu einer weiteren Verschiebung der Nachfrage, besonders Chinas, führen.
Erntedruck belastet Raps in Paris
Die Rapsnotierungen in Paris gaben dagegen im Verlauf der zurückliegenden Handelstage nach. So schloss der Fronttermin August 25 bei 472,50 EUR/t, ein Minus von 3,75 EUR/t im Vergleich zur Vorwoche.
Belastet wurden die Notierungen durch die laufenden Ernten in der Union. Zudem zeichnen sich in vielen Ländern Europas über dem Vorjahr liegende Rapsernten ab. So hob Agreste in der vergangenen Woche aufgrund der zügigen Ernte und der höheren Erträge seine Schätzung nochmals an. Mit 4,2 Mio. t werden 0,3 Mio. t mehr erwartet als im Vorjahr. Auch in Deutschland werden mit knapp 3,9 Mio. t etwas um die 0,3 Mio. t mehr erwartet, hieß es jüngst vom DRV in seiner fünften Ernteschätzung. In der Folge könnte der Importbedarf der EU in der kommenden Saison kleiner ausfallen als erwartet.
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