Ausbleibende chinesische Käufe belasten US-Sojakurse
Die Sojabohnenkurse an der Börse in Chicago tendierten nach einem kräftigen Auf und Ab in der zurückliegenden Berichtswoche etwas schwächer. Der Fronttermin November 25 schloss am 11.11.2025 bei umgerechnet 353,36 EUR/t, was einem Minus von knapp 1 EUR/t entspricht. Im Verlauf der vergangenen fünf Handelstage schwankte der Kurs zwischen rund 358 und 348 EUR/t. Belastet wurden die Notierungen durch die bislang ausbleibenden Käufe Chinas von US-Sojabohnen in der laufenden Saison.
Zuvor profitierten die Kurse von der Hoffnung auf baldige Sojakäufe seitens Chinas. Nachdem Ende Oktober die Verhandlungen zwischen den beiden Staaten zu einem Deal in dem seit Monaten andauernden Zollstreit geführt hatten, waren die Kurse zunächst sprunghaft gestiegen. Sie wurden jedoch anschließend durch das Ausbleiben der angekündigten Käufe belastet. Vereinbart sind, dass noch in diesem Jahr 12 Mio. t Sojabohnen aus den USA an China gehen.
Die Tatsache, dass China nun drei in den USA ansässigen Exporteuren wieder Genehmigungen erteilt hat, Soja nach China zu liefern, kam den Kursen zugute. Des Weiteren profitierten die Kurse von der Aussicht auf ein baldiges Ende des seit über einem Monat andauernden Shutdowns in den USA. Der US-Senat hatte entsprechende Bemühungen auf den Weg gebracht. In der Folge stiegen die wichtigen Indizes an der Wall Street, was auch die Kurse für Agrarprodukte nach oben zog.
Die Marktteilnehmer passten ihre Positionen zudem im Vorfeld der für den 14.11.2025 erwarteten Berichte des US-Landwirtschaftsministeriums zur Angebots- und Nachfragesituation bei Agrarprodukten an. Diese werden die ersten Schätzungen der Behörde zu den Ernten in den USA und weltweit seit Mitte September enthalten.
Rapskursen fehlt es an Impulsen
Raps in Paris bewegte sich ohne klare Impulse in einer engen Handelsspanne. Der Fronttermin Februar 26 schloss am 11.11.2025 bei geringem Handelsvolumen mit 479,50 EUR/t – ein leichtes Plus von 0,50 EUR/t im Wochenvergleich.
Begrenzt wurde der Kursanstieg durch die rückläufigen Notierungen für kanadische Rapssaat sowie durch das üppige Angebot aus der EU-Ernte 25. Die Importe der Europäischen Union bleiben in der laufenden Saison weiter hinter dem Vorjahresniveau zurück. Nach Angaben der EU-Kommission wurden seit Juli 2025 rund 1,3 Mio. t Raps in die EU eingeführt, verglichen mit 2,3 Mio. t im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
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Eike Wagner
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