Welt | Raps | Marktprognose

USDA: Komfortable Rapsbilanz 2025/26

21.11.2025 (AMI) – Die Rapserzeugung befindet sich in der laufenden Saison auch weiterhin auf Rekordkurs und dürfte den Verbrauch mehr als decken. Dadurch steigen auch die Vorräte zum Wirtschaftsjahresende.

Nach dem etwa sechswöchigen Shutdown veröffentlichte das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) zuletzt seine November-Schätzung für die diesjährige Rapsbilanz. Während im September noch eine weltweite Erzeugung von 91,0 Mio. t erwartet wurde, stellt das Ministerium Mitte November rund 92,3 Mio. t in Aussicht. Das wären nicht nur 6,3 Mio. t mehr als im vergangenen Jahr, sondern gleichzeitig auch ein neuer Rekord. Gegenüber der vergangenen Schätzung angehoben wurde dabei insbesondere die Erzeugung der EU. Mit 20,2 Mio. t dürften hier rund 550.000 t mehr Raps von den Feldern geholt worden sein als bislang erwartet. Das Rekordergebnis von 20,4 Mio. t aus dem Jahr 2023 wird damit nur knapp verfehlt. Auch die australische Ernte dürfte mit 6,7 Mio. t rund 300.000 t größer ausfallen als noch im September taxiert. Gleiches gilt für die Ukraine. Letztere bleibt mit 3,6 Mio. t aber dennoch hinter dem Vorjahresvolumen von 3,8 Mio. t zurück.

Angesichts der Rekorderzeugung dürfte die Bilanz 2025/26 auch weiterhin komfortabel bleiben. Insgesamt beläuft sich der Verbrauch auf voraussichtlich 90,5 Mio. t, ein Plus von 760.000 t im Vergleich zur September-Schätzung. Damit ergibt sich ein weltweiter Versorgungsüberschuss von 1,8 Mio. t. Vor diesem Hintergrund dürften die Bestände zum Wirtschaftsjahresende deutlich wachsen. Mit den aktuell taxierten 11,3 Mio. t werden zwar rund 1,5 Mio. t mehr erwartet als in der vergangenen Saison, gleichzeitig aber auch 38.000 t weniger als noch im September.

Gegenüber der vergangenen Schätzung angehoben wurde auch der weltweite Handel mit Raps. Mit 17,5 Mio. t dürften rund 280.000 t mehr Raps über die Weltmeere verschifft werden als bislang erwartet. Die 19,9 Mio. t der vergangenen Saison werden damit dennoch verfehlt. Auslöser dafür sind insbesondere geringere Exporte Kanadas in Folge des Handelskonflikts mit China. Auch die Ukraine, Australien und die USA dürften weniger Raps am Weltmarkt platzieren als noch 2024/25.

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Beitrag von Nadja Pooch
Produktmanagerin Pflanzenbau
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