Welt | Ölsaaten | Kursentwicklung für Soja und Raps

Zweifel am Exportumfang belasten Sojakurse

03.12.2025 (AMI) – Die US-Sojakurse standen in der vergangenen Berichtswoche unter Druck. Zwar konnten Blitzkäufe aus China die Verluste begrenzen, doch der Markt bezweifelt, dass das vereinbarte Volumen zwischen China und den USA tatsächlich umgesetzt wird.

Nach einer verkürzten Handelswoche schlossen die Sojabohnenkurse in Chicago zuletzt schwächer Am 02.12.25 notierte der Fronttermin Januar 26 bei umgerechnet 355,81 EUR/t, ein Minus von 1,94 EUR/t auf Wochensicht.

Vereinzelte Käufe seitens Chinas, wie sie im Ende Oktober vereinbarten Abkommen festgelegt wurden, boten den Kursen im ansonsten ruhigen Handelsumfeld kaum Unterstützung. Der Markt wägt weiterhin ab, ob der Deal zwischen Washington und Peking letztlich die Käufe in dem angesprochenen Umfang von 12 Mio. t ankurbeln wird, heißt es. Zudem hat China in den vergangenen Monaten bereits seine Lagerbestände mit Soja aus südamerikanischen Herkünften aufgestockt. Allerdings soll die chinesische Regierung fünf brasilianischen Exporteuren untersagt haben, weiterhin Sojabohnen in die Volksrepublik zu liefern, berichten brasilianische Regierungskreise. Gleichzeitig wird jedoch berichtet, dass China zuletzt wieder in Brasilien eingekauft hat – und zwar zu besseren Konditionen, als dies in den USA möglich wäre. Dies unterstreicht den harten Wettbewerb, der derzeit zwischen den großen Exporteuren auf dem Markt herrscht.

Des Weiteren dürfte das Exporttempo und das Volumen Brasiliens hoch bleiben, wenn ab Anfang 2026 mit der Ernte der voraussichtlich rekordverdächtigen Sojaernte begonnen wird. Auch wenn es in Teilen der Anbaugebiete derzeit zu Trockenheit kommt, wird die Ernte selbst bei Verlusten voraussichtlich sehr groß ausfallen. Die staatlichen Statistiker von Conab prognostizierten diese zuletzt auf 177,6 Mio. t, was einem Plus von gut 4 % gegenüber Vorjahr entspräche.

Raps unter Vorwochenlinie

Die Rapskurse bewegten sich indes in einer engen Spanne. Der Fronttermin Februar 26 schloss am 02.12.2025 bei 482,50 EUR/t und damit knapp 0,50 EUR/t unter dem Niveau der Vorwoche. Neben dem komfortablen Angebot aus der diesjährigen EU-Ernte belasteten vor allem Nachrichten aus Übersee die Kurse. So bestätigte die australische Behörde Abares jüngst das große Potenzial der diesjährigen Canola-Ernte.

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Beitrag von Eike Wagner
Key Account Manager

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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