Deutschland | Düngemittel | Preise

Warum der befürchtete Preisschock bislang ausbleibt

22.01.2026 (AMI) – Trotz Start der kostenpflichtigen CBAM-Phase bleiben die Düngemittelpreise bislang stabil, Läger mit Vorjahresimporten gefüllt.

Die vielfach erwartete Preisexplosion infolge der CO2-Bepreisung im Rahmen von CBAM ist zum Jahresbeginn bislang ausgeblieben. Ursache hierfür ist jedoch nicht – wie teilweise medial dargestellt – eine Aussetzung der Abgabe auf Düngemittel, sondern vielmehr die noch gut gefüllten Lagerbestände mit Ware, die vor dem Jahreswechsel importiert wurde. Auf EU-Ebene werden derzeit zwar verschiedene Entlastungsoptionen für die ohnehin stark belastete Landwirtschaft diskutiert. Dazu zählt unter anderem der Vorschlag, die Standardzölle auf Ammoniak und Harnstoff auszusetzen; die CBAM-Regelungen selbst bleiben jedoch weiterhin in Kraft. Wie diese Rahmenbedingungen in der praktischen Umsetzung konkret ausgestaltet werden, ist fast einen Monat nach Inkrafttreten der kostenpflichtigen Phase jedoch noch immer nicht abschließend geklärt. Für Importeure stellt sich die Situation damit als kaum kalkulierbar dar, was die Importtätigkeit derzeit erheblich einschränkt. Europäische Düngemittelhersteller sind bemüht, das daraus resultierende Importdefizit zumindest teilweise zu kompensieren. Die Aussage, dass grundsätzlich jeder mit Düngemitteln versorgt werden kann, dürfte zumindest etwas zur Beruhigung des Marktes beitragen.

Sie wollen mehr erfahren? Die vollständige Marktlage mit detaillierten Preisinformationen finden Sie im AMI-Onlinedienst Markt aktuell Agribusiness. Sie sind noch kein Kunde? Hier geht es zum Shop.

Beitrag von Satu Vietzent
Produktmanagerin Pflanzenbau

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Welt | Getreide | Kursentwicklung für Mais

Maiskurse: Währung stützt Paris, Chicago bleibt volatil

05.03.2026 (AMI) – Die Notierungen in Paris profitieren von der Euroschwäche und steigenden Importkosten. In Chicago sorgen Exportnachfrage, Energiepreise und technische Faktoren für volatile Kurse.   Mehr

Welt | Ölsaaten | Kursentwicklung für Soja und Raps

Ölsaatenmärkte im Aufwind

04.03.2026 (AMI) – An den internationalen Ölsaatenmärkten herrscht Auftrieb: Sojabohnen und Raps legen zu. Steigende Rohölpreise, geopolitische Spannungen und veränderte Handelsbedingungen treiben die Notierungen spürbar nach oben.   Mehr

Welt | Getreide | Kursentwicklung für Weizen

Weizenkurse fester, Nachfrageimpulse bleiben verhalten

26.02.2026 (AMI) – EU-Weizen bleibt am internationalen Wettbewerb unter Druck, was den Kursspielraum nach oben auch in den kommenden Wochen begrenzen dürfte.   Mehr