Maiskurse ohne klare Richtung
An der CBoT zeigten sich die Maisnotierungen in der Berichtswoche leicht fester. Der März-Kontrakt schloss am 04.02.2026 bei umgerechnet 143,06 EUR/t, nach 141,38 EUR/t in der Vorwoche. In US-Dollar fiel der Kursanstieg deutlich geringer aus; der stärkere Zuwachs auf Eurobasis war überwiegend wechselkursbedingt.
Stützende Impulse für den Markt kamen vor allem aus der US-Biokraftstoffpolitik. Das US-Finanzministerium veröffentlichte aktualisierte Leitlinien zum 45Z Clean Fuel Production Tax Credit. Die präzisierte Ausgestaltung – unter anderem Anpassungen bei der Bewertung der Landnutzungsintensität sowie die Einbeziehung von Rohstoffen aus Kanada und Mexiko – wurde vom Markt als tendenziell nachfragefreundlich interpretiert. Vor diesem Hintergrund legten die Terminkurse zeitweise zu, da Mais eine zentrale Rolle in der US-Ethanolproduktion spielt.
Gleichzeitig blieb das Umfeld wechselhaft: Zu Wochenbeginn belastete der Rückgang der Rohölnotierungen den Energie- und Agrarkomplex, da Mais über die Verwertungskette Ethanol häufig Impulse aus dem Energiemarkt übernimmt. Zusätzlich dämpfte ein zeitweise stärkerer US-Dollar die US-Exportperspektive. Von der Exportseite gingen zuletzt keine neuen Impulse aus. Die wöchentlichen US-Exportverkäufe beliefen sich auf rund 1,65 Mio. t und lagen damit im Rahmen der Markterwartungen, nachdem das Vorwochenergebnis außergewöhnlich stark ausgefallen war. Damit stabilisiert die Nachfrage zwar den Markt, reicht aber nicht aus, um das reichliche Angebotsumfeld kurzfristig zu drehen.
In der Summe bleibt das südamerikanische Angebot aus Sicht des Weltmarktes komfortabel, auch wenn Argentinien wetterbedingt weiterhin Risikoprämien im Markt hält.
Paris: Kurse auf Vorwochenniveau
In Paris bewegten sich die Maisnotierungen in der Berichtswoche wenig. Der Frontkontrakt März schloss am 04.02.2026 mit 191,50 EUR/t auf Vorwochenniveau. Während Chicago in US-Dollar zeitweise zulegen konnte, fehlten in Paris neue europäische Impulse. Der Markt orientierte sich stärker an den globalen Vorgaben. Zusätzlich wirkte die Währungsseite leicht belastend: Ein festerer Euro verbilligt Importware rechnerisch und dämpft damit die preisstützende Wirkung des Wechselkurses.
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Leif Erik Rehder
Bereichsleiter Pflanzenbau
Tel. (0228) 33805-350
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