Welt | Getreide | Kursentwicklung für Weizen

Weizenkurse in Paris unter Druck

12.02.2026 (AMI) – Der Weizenmarkt bleibt von Exportwettbewerb und Wechselkurs geprägt. Der WASDE setzt keine neuen Akzente. Fundamental dominiert weiter die komfortable Angebotssituation.

An der Börse in Paris gaben die Weizenkurse in der Berichtswoche wieder nach. Der Fronttermin März 2026 schloss am 11.02.2026 bei 190,50 EUR/t und lag damit 3,25 EUR/t unter dem Niveau der Vorwoche. Belastend wirkten vor allem die verschlechterten Exportaussichten infolge des festeren Euro sowie der anhaltend scharfe Wettbewerb am Weltmarkt. Günstige Offerten aus Argentinien und weiterhin wettbewerbsfähige Schwarzmeer-Herkünfte setzen die Paritäten in Nordafrika unter Druck. Wetterseitig ließ die Risikoprämie nach: Die Frostsorgen in der Ukraine und in Russland haben sich mit Blick auf Schneebedeckung und ausbleibende Schadensmeldungen beruhigt. Aus dem physischen Markt kamen stützende Impulse. Zurückhaltende Abgeber und die weiterhin beeinträchtigte Binnenschifffahrt begrenzten den Kursrückgang in Paris.

Wenig Bewegung in Chicago

In Chicago schloss der März-Kontrakt am 11.02.2026 bei umgerechnet 165,87 EUR/t und damit 2,14 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Allerdings ist die Zunahme zu großen Teilen ein Wechselkurseffekt. In US-Dollar fiel die Wochenbewegung deutlich geringer aus als in EUR/t. Insgesamt überwiegt am Markt die gute globale Angebotslage. Die jüngste Schätzung des USDA (WASDE) lieferte nur wenig neue Impulse – entsprechend reagierte der Markt eher verhalten bis leicht schwächer, weil die Bilanz „komfortabel“ blieb und damit kein Überraschungsmoment entstand.

In der Berichtswoche sorgten wechselnde Signale aus dem Schwarzmeerraum (Wetter/Logistik vs. Preisdruck durch Verfügbarkeit) für ein unruhiges Grundrauschen und leichte Kursbewegungen. Unterstützung kam phasenweise eher aus der Marktmechanik mit Positionsanpassungen und Effekten aus den Märkten von Mais und Soja als aus klaren, neuen Fundamentaldaten.

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Beitrag von Leif Erik Rehder
Bereichsleiter Pflanzenbau

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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