Welt | Ölsaaten | Kursentwicklung für Soja und Raps

Sojabohnen auf Drei-Monats-Hoch

18.02.2026 (AMI) – Sojabohnen in Chicago steigen auf ein Drei-Monats-Hoch, gestützt von Hoffnungen auf zusätzliche chinesische Käufe. Raps in Paris bleibt fest.

Die Sojabohnenkurse an der Börse in Chicago klettern seit 3 Wochen und erreichten nun ihren höchsten Stand seit drei Monaten. Der Fronttermin März 26 schloss am 17.02.2026 bei umgerechnet 352,30 EUR/t– ein Plus von 5,57 EUR/t gegenüber der Vorwoche. Auch der Folgetermin Mai 26 zog an und schloss bei umgerechnet 356,88 EUR/t. Am Montag blieben die CME-Handelsplätze aufgrund eines US-Feiertags geschlossen. Ein Teil des Anstiegs ist allerdings wechselkursbedingt gewesen, da ein festerer US-Dollar die in Euro umgerechneten Notierungen stützte.

Gestützt wurden die Sojabohnen-Futures an der Chicago Board of Trade durch die anhaltende Hoffnung auf zusätzliche chinesische Käufe von US-Sojabohnen. Bereits in der Vorwoche hatten die Preise merklich zugelegt, nachdem die US-Regierung mitgeteilt hatte, dass China weitere 8 Mio. t US-Sojabohnen kaufen würde. Zudem könnten bestehende Handelsvereinbarungen Berichten zufolge, um ein weiteres Jahr verlängert werden. Offen bleibt weiterhin, in welchen Mengen China aus der brasilianischen Ernte beziehen wird.

Gebremst wurde der Preisanstieg jedoch durch die laufende Sojabohnenernte in Brasilien. Regenbedingt verläuft die Ernte etwas verzögert; Schätzungen zufolge waren bis vergangenen Donnerstag rund 21 % der Ernte eingebracht – im Vorjahr lag der Wert zum gleichen Zeitpunkt bei etwa 24 %.

Rapskurse in Paris

Nachdem an der Pariser Börse am Montag für Raps die Widerstandsmarke von 490,00 EUR/t überschritten wurde, schloss der Fronttermin Mai 26 am 17.02.2026 – etwas geringer – mit 489,00 EUR/t ab, gegenüber der Vorwoche ein Plus von 1,25 EUR/t. Der Folgetermin März 26 beendete den Handelstag mit 464,50 EUR/t, einem Minus von 1,50 EUR/t. Die wieder anziehende chinesische Nachfrage nach kanadischem und australischem Raps lenkt diese Ware weiterhin vom EU-Markt ab und stützt die Notierungen in Paris. Zudem dürften die Regenfälle in Frankreich noch einige Tage anhalten und insbesondere im Westen des Landes zu Ernteausfällen führen, so Marktteilnehmer.

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Beitrag von Kiki Verweel
Junior Produktmanagerin Pflanzenbau

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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