Maiskurse: Steigende Energiepreise stützen US-Mais
Der Maismarkt zeigte sich in der vergangenen Woche volatil, insgesamt jedoch mit fester Tendenz. Der Mai-Kontrakt schloss am 18.03.2026 bei umgerechnet 158,59 EUR/t. Gegenüber der Vorwoche verzeichnete er einen Anstieg von 2,13 EUR/t.
Weiterhin stützen steigende Rohölpreise den Mais, da dieser ein zentraler Rohstoff für die Ethanolproduktion ist. Zusätzlichen Auftrieb erhielt der Markt durch spekulative Käufe im Zuge der kräftig gestiegenen Energiepreise. Durch die gestiegenen Preise für Dünger und Treibstoff wird ein Rückgang der Maisanbaufläche in diesem Frühjahr erwartet. Gerade Mais gilt im Vergleich zu anderen Kulturen als inputintensiv, sodass höhere Betriebsmittelkosten die Flächenentscheidung besonders beeinflussen könnten. Zunehmende Inflationssorgen lenkten zusätzlich Kapital in den Agrarrohstoffsektor und wirkten damit preisstützend. Nach dem jüngsten Preisanstieg nutzten Landwirte die höheren Niveaus zur Vermarktung eingelagerter Ware, was zeitweise zusätzlichen Verkaufsdruck auf die Notierungen ausübte. Reichliche globale Getreidevorräte wirkten grundsätzlich preisdämpfend auf den Maismarkt, konnten die Kursgewinne jedoch nur bremsen.
Die US-Maisexporte präsentieren sich derzeit solide und bewegen sich weitgehend im Rahmen der Markterwartungen, ohne dem Markt kurzfristig starke preisbewegende Impulse zu liefern. Die wöchentlichen Nettoexportverkäufe der USA beliefen sich zuletzt auf 1,50 Mio. t und lagen damit zwar 31 % unter Vorwoche, entsprachen aber den Markterwartungen. Die kumulierten US-Maisexportverkäufe liegen weiterhin nahezu 32 % über dem Vorjahresniveau, was die Wettbewerbsfähigkeit der USA auf dem Weltmarkt unterstreicht. Belastend für die kurzfristigen Exportperspektiven wirkten zuletzt vor allem handelspolitische Unsicherheiten, insbesondere Sorgen über eine mögliche Verzögerung eines Treffens zwischen den USA und China. Entsprechend wechselten sich im Wochenverlauf Phasen festerer Tendenz mit Rücksetzern ab.
Paris: Europäischer Mais zeigt sich weiter wechselhaft
An der Euronext bleiben die Preise von hoher Volatilität geprägt. Der Juni-Kontrakt schloss am 18.03.2026 bei 210 EUR/t. Damit liegt der Preis um 3,75 EUR/t über dem Vorwochenniveau. Steigende Rohölpreise und geopolitische Risiken stützten vor allem die Preise. Gleichzeitig rechnet Coceral für 2026 mit einer Erholung der EU-Maisproduktion auf 60,7 Mio. t. Trotz besserer Ertragserwartungen dürfte die Anbaufläche weiter sinken, da Landwirte infolge schwacher Ergebnisse der Vorjahre verstärkt auf alternative Sommerkulturen ausweichen.
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