Welt | Ölsaaten | Kursentwicklung für Soja und Raps

Ölsaaten: Soja mit leichtem Plus – Raps bleibt volatil

13.05.2026 (AMI) – Die Sojabohnenkurse in Chicago konnten sich nach zwischenzeitlichen Verlusten wieder befestigen, gestützt durch USDA-Daten, steigende Rohölkurse und politische Impulse. Während Soja zulegt, bleiben Raps in Paris sowie Canola in Winnipeg stark von Schwankungen am Energiemarkt und geopolitischen Entwicklungen geprägt.

Nachdem die Sojabohnenkurse in der vergangenen Woche zunächst nachgegeben hatten, legten sie im weiteren Verlauf wieder zu. An der Börse in Chicago schloss der Mai-2026-Kontrakt am 12.05.2026 bei umgerechnet 379,83 EUR/t und lag damit 3,89 EUR/t über dem Vorwochenniveau. Einen ähnlichen Verlauf zeigte auch der Juli-2026-Kontrakt, der mit einem Plus von 3,08 EUR/t bei 383,97 EUR/t notierte.

Im Wochenverlauf standen die Kurse zunächst unter Druck, insbesondere aufgrund schwächerer Rohölpreise und entsprechender Verkäufe spekulativer Marktteilnehmer. Mit zunehmender Handelsdauer drehte die Stimmung jedoch, wobei vor allem die jüngsten USDA-Prognosen für Unterstützung sorgten. Diese fielen insgesamt preisstützend aus, da sowohl die erwartete US-Ernte 2026/27 mit 120,7 Mio. t leicht unter den Markterwartungen lag als auch die prognostizierten Endbestände mit 8,4 Mio. t deutlich niedriger ausfielen als von Analysten erwartet.

Zusätzliche Impulse kamen von steigenden Rohölpreisen, die über die Biokraftstoffnachfrage eine enge Verbindung zum Sojakomplex aufweisen, sowie von einer festen Entwicklung am Weizenmarkt. Auch politische Faktoren rückten erneut in den Fokus: Das anstehende Treffen zwischen den USA und China nährte Hoffnungen auf zusätzliche Lieferungen, auch wenn bei Sojabohnen kurzfristig nur begrenzte Nachfrageimpulse erwartet werden.

Insgesamt bleibt der Sojamarkt damit stark von fundamentalen Daten, geopolitischen Entwicklungen und Bewegungen am Energiemarkt geprägt, was die Volatilität erhöht.

Fallende Kurse in Paris und Winnipeg

Die Rapskurse an der Euronext standen Anfang Mai unter dem Einfluss der Entwicklungen am Rohölmarkt. In der Folge gaben die Notierungen leicht nach. Am 12.05.2026 schloss der August-2026-Kontrakt bei 522,00 EUR/t und damit 3,50 EUR/t unter dem Vorwochenniveau. Auch der Folgetermin November 2026 gab nach und lag mit 524,75 EUR/t rund 3,00 EUR/t unter Vorwoche.

Wie entwickeln sich die Ölsaaten-Märkte und was sind die relevanten Einflussfaktoren? Aktuelle Marktlagen, Hintergrundwissen und detaillierte Analysen finden Sie unter Markt aktuell Ölsaaten & Bioenergie. Nutzen Sie die Bestellmöglichkeiten im Shop und sichern sich noch heute Ihren Zugang zum Expertenwissen!

Beitrag von Kiki Verweel
Junior Produktmanagerin Pflanzenbau

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Europa | Verarbeitungsware | Belgien

Kartoffelanbau in Belgien schrumpft spürbar

15.06.2026 (AMI) – Die belgischen Kartoffelanbauflächen gehen deutlich zurück und könnten das Angebot zur Saison 2026/27 spürbar verringern. Witterung und Ertragsentwicklung gelten aktuell als Unsicherheitsfaktoren.   Mehr

Welt | Ölsaaten | Kursentwicklung für Soja und Raps

Soja und Raps folgen Rohölkursen

11.06.2026 (AMI) – Die Sojabohnenkurse in Chicago fallen auf den niedrigsten Stand seit Anfang Februar. Gute US-Bestände und eine schwache Exportnachfrage drücken ebenso wie die Vorgaben des Energiemarkts. Raps gibt ebenfalls nach.   Mehr

Welt | Getreide | Kursentwicklung für Mais

Maiskurse in Chicago und Paris weiter unter Druck

11.06.2026 (AMI) – Der internationale Maismarkt bleibt von Abgabedruck geprägt. Überwiegend günstige Witterungsbedingungen in den USA sorgen für ein zunehmendes Angebot. Exporte und der Bioethanolsektor wirken zwar stabilisierend, reichen jedoch nicht aus, um die Kurse nachhaltig zu stützen.   Mehr