Maiskurse tendieren uneinheitlich
Die Maiskurse in Chicago tendierten in der vergangenen Berichtswoche stabil bis leicht fester. Der Fronttermin schloss kurz vor seinem Ausscheiden am 10.12.2025 bei umgerechnet 147,12 EUR/t, was einem Plus von 1,53 EUR/t im Vergleich zur Vorwoche entspricht. Der Folgetermin März 2026 beendete den Handelstag bei 150,34 EUR/t und lag damit 0,69 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche.
Die Kurse wurden durch robuste US-Exportdaten und eine höhere Prognose des USDA gestützt. Das Ministerium erhöhte seine Schätzung für die US-Ausfuhren in der Saison 2025/26 zuletzt auf 81,3 Mio. t, gegenüber 78,1 Mio. t in der November-Schätzung. Dies entspricht einem Anstieg von 8,7 Mio. t im Vergleich zum Vorjahr. In der Folge wurden auch die erwarteten Endbestände nach unten korrigiert. Diese werden nun auf 51,5 Mio. t geschätzt, 3,2 Mio. t weniger als in der vorherigen Prognose. Dennoch würden die Bestände im Vergleich zum Vorjahr um fast 12,6 Mio. t zunehmen.
Zusätzlich profitierten die Kurse von der Aussicht auf ein kleineres Maisanbaugebiet in den USA in der kommenden Saison. Laut USDA dürften mehr US-Farmer statt Mais Sojabohnen anbauen, trotz der derzeit angespannten Lage am Exportmarkt für Sojabohnen.
Den potenziellen Druck durch die Nachricht, dass Argentinien in den kommenden Tagen die Exportsteuern auf Getreide, Sojabohnen und Sojaprodukte senken wird, ignorierten die Marktteilnehmer weitgehend. Nach Angaben der argentinischen Behörden werden die Exportsteuern auf Mais von 9,5 % auf 8,5 % gesenkt, was den Wettbewerb um das globale Exportgeschäft verschärfen dürfte.
In Paris konnten die Maiskurse das Niveau der Vorwoche hingegen nicht halten. Der Fronttermin März 2026 schloss am 10.12.2025 bei 187 EUR/t, was einem Rückgang von 1,25 EUR/t im Vergleich zur Vorwoche entspricht. Ausschlaggebend war die Aussicht auf ein großes globales Angebot, das die Kurse belastete.
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