Welt | Ölsaaten | Kursentwicklung für Soja und Raps

Sojabohnen setzen Aufwärtstrend fort

25.02.2026 (AMI) – Sojabohnen in Chicago und Raps in Paris beendeten die Woche mit Kursgewinnen. Neben Wechselkurseffekten stützten eine leichte Entspannung im US-China-Zollkonflikt sowie witterungsbedingte Risiken in Südamerika die Notierungen.

Die Sojabohnenkurse an der Börse in Chicago setzten ihren Aufwärtstrend fort. Der Fronttermin März 2026 schloss am 24.02.2026 bei umgerechnet 355,48 EUR/t und damit 3,18 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche.

Die jüngsten Kursgewinne wurden durch eine leichte Entspannung der Sorgen über mögliche negative Auswirkungen der US-Zollpolitik auf die chinesische Nachfrage begünstigt. China beobachtet die handelspolitischen Schritte der USA genau und kündigte an, „zu gegebener Zeit“ über mögliche Anpassungen seiner Gegenmaßnahmen zu entscheiden. Hintergrund sind Ankündigungen der US-Regierung, Zölle von bis zu 15 % auf bestimmte Importe zu erheben. Gleichzeitig signalisierte Peking Bereitschaft zu weiteren Gesprächen im Rahmen der anstehenden US-chinesischen Handelsrunde. Dennoch bleibt die Unsicherheit hoch, da China als weltweit größter Sojabohnenimporteur sensibel auf handelspolitische Entwicklungen reagiert.

Wetterbedingt bleibt die Lage in Südamerika angespannt: Starke Regenfälle in Teilen Brasiliens verzögern die Sojabohnenernte und führen zu Qualitätsbedenken, während in anderen Regionen Dürre herrscht und bereits von Ernteausfällen berichtet wird. Schätzungen zufolge ist die brasilianische Ernte derzeit zu rund 30 % abgeschlossen; im gleichen Zeitraum des Vorjahres lag der Wert bei 39 %. Auch die Sojabestände in Argentinien leiden unter Hitze und Trockenheit.

Rapskurse in Paris legen zu

An der Börse in Paris legten die Rapskurse in der vergangenen Woche zu. Der Fronttermin Mai 2026 schloss am 24.02.2026 bei 491,25 EUR/t und damit 2,25 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Auch der Fronttermin August 2026 beendete die Woche fester und gewann 8,00 EUR/t auf 472,50 EUR/t hinzu. Unterstützt werden die Preise durch die festen Rohölnotierungen, die den Pflanzenölsektor – darunter auch Rapsöl – stützen. Zudem agiert der Markt derzeit vorsichtig aufgrund der jüngsten Zollankündigungen der US-Regierung.

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Beitrag von Kiki Verweel
Junior Produktmanagerin Pflanzenbau

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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