Europa | Fruchtgemüse | Angebot

Erste Angebotsaktionen mit deutschem Paprika

02.04.2026 (AMI) – Allmählich scheint sich die Angebotslage bei Paprika zu entspannen. Neben dem spanischen Angebot steht nun auch Paprika aus dem Beneluxraum zur Verfügung. Die Preise bewegen sich jedoch weiterhin auf hohem Niveau, lösen sich aber allmählich von der Spitze.

In den kommenden Wochen dürfte das Angebot weiter steigen. Mit einem Angebotsdruck wie im April des Vorjahres wird vorerst jedoch nicht gerechnet. Im Beneluxraum soll die Anbaufläche für Paprika um 5 % eingeschränkt worden sein. Dies könne bereits verhindern, dass die Preise stark abrutschen. In den Supermarktketten und Discountern wird nach wie vor nur in geringem Umfang mit Paprika geworben. Laut AMI-Aktionspreise im LEH stehen Paprika in der 14. Kalenderwoche 7-mal am Point of Sale, davon 5-mal mit den klassischen runden Sorten. Die Aktionspreise für rote Schoten liegen zwischen 3,58 und 4,78 EUR/kg. Alle Aktionen laufen als Mischwerbung mit spanischer und niederländischer Ware. Darüber hinaus wird erstmals in dieser Saison mit deutschem Paprika geworben. Die grünen Schoten werden ab Donnerstag der 14. Kalenderwoche für 4,90 EUR/kg angeboten.

Preise für Paprika lösen sich langsam von dem Hoch

An den deutschen Großmärkten wird sowohl Paprika aus Spanien als auch aus dem Beneluxraum angeboten. Das mitteleuropäische Angebot grenzt sich preislich weiterhin deutlich von der Mittelmeerware ab. Mit steigendem Angebot geben die Preise nach. So kostet spanischer Paprika in der 14. Woche mit durchschnittlich 3,30 EUR/kg rund 2 % weniger als noch in der Vorwoche. Im Vergleich zum Vorjahr liegt das Preisniveau derzeit 3 % tiefer, aber dennoch 22 % über dem Wochenmittel (KW 14) der Jahre 2022 bis 2024.

Behalten Sie die aktuellen Preisentwicklungen bei Paprika und anderen Fruchtgemüsearten mit dem Onlinedienst Markt aktuell Gemüse täglich im Blick. Neben den Preismeldungen der deutschen Großmärkte und Erzeugermärkte verschafft Ihnen die wöchentliche Marktkommentierung am Mittwoch einen umfassenden Überblick. Sie sind noch kein Kunde? Nutzen Sie die Bestellmöglichkeiten im Shop und sichern Sie sich noch heute Ihren Zugang zum AMI-Expertenwissen.

Beitrag von Gabriele Held
Marktexpertin Gartenbau

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Europa | Verarbeitungsware | Belgien

Belgische Kartoffelvorräte auf Rekordniveau

17.04.2026 (AMI) – Die Kartoffelvorräte in Belgien haben zum 1. April ein historisches Hoch erreicht. Trotz eines hohen Abflusses über alternative Verwertungswege lasten große vertraglich gebundene und freie Bestände auf dem Markt. Bei schwacher Nachfrage und ausgesetzten Notierungen bleibt der Marktdruck hoch.   Mehr

Welt | Rohmilch | Anlieferung

Drittländer erzeugten Anfang 2026 deutlich mehr Milch

17.04.2026 (AMI) – Die fünf wichtigsten Exporteure für Molkereiprodukte außerhalb der EU-27 erfassten im Februar 2026 nochmals mehr Milch als im Vorjahresmonat.   Mehr

Welt | Getreide | Kursentwicklung für Mais

Maiskurse: Chicago stabilisiert sich, Paris weiter unter Druck

16.04.2026 (AMI) – Wetterbedingte Aussaatverzögerungen im US-Corn Belt stützen die Maiskurse in Chicago. Hohe globale Maisbestände belasten den EU-Markt.   Mehr