Feste Grundtendenz stützt den AMI-Rohstoffindex
Im Milchmarkt setzte sich im August der saisonale Rückgang der Milchanlieferung fort. Gründe waren vor allem die Hitze, die Ausbreitung des „Shamonda-like“-Virus und sinkende Inhaltsstoffe. Das knappe Angebot führte zu steigenden Rohstoff- und Produktpreisen, besonders bei Industriesahne, Milchpulver und Käse. Auch Butter tendierte leicht fester. In der Folge dürften auch die Milcherzeugerpreise bis in den Herbst leicht steigen.
Am Getreidemarkt standen die unterdurchschnittlichen Weizenerträge im Mittelpunkt. Die Preise für Brot- und Futtergetreide zogen an, besonders deutlich bei Körnermais, der am meisten unter der Hitze gelitten hat. Zusätzlich stützten eingeschränkte Exporte aus dem Schwarzmeerraum die Preise.
Der Rapsmarkt blieb im August volatil. Zwischenzeitlich stützten höhere Rohölpreise, Niedrigwasser auf wichtigen Wasserwegen und enttäuschende Rapserträge die Notierungen. Gegen Monatsende gaben die Preise jedoch nach, unter anderem wegen der Aussicht auf zusätzliche kanadische Rapssaat am Weltmarkt und sinkender Rohölpreise.
Am Schlachtschweinemarkt kam es nach schwierigen Monaten wieder zu Preisaufschlägen, getragen von einer belebten Nachfrage und einem knappen Angebot. Für September werden stabile bis festere Preise erwartet. Der Schlachtrindermarkt zeigte sich im August ausgeglichener, bei Jungbullen war das Angebot teils knapp. Die Preise stiegen leicht, auch wenn der Fleischmarkt weiterhin schwierig bleibt.
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Calvin Fleischer
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