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Verregnete Heu- und Strohernte treibt Nachfrage

21.11.2017 (AMI) – Während die überreichlichen Regenfälle in der Vegetationsperiode 2017 den Gras- und Maisbeständen zu höheren Erträgen verholfen haben, sieht es beim Heu und Stroh nicht so gut aus. Es fehlt zwar nicht an Menge, aber häufig an guter Qualität.

Das Angebot an Raufutter ist unzureichend. Die witterungsbedingt örtlich sehr ungünstigen Erntebedingungen haben der Qualität aber vor allem der Menge an Heu und Stroh sehr geschadet. So konnte nördlich des Maines deutlich weniger Stroh geborgen werden als sonst, was sich derzeit in den Preisen widerspiegelt.

Der Handel mit Stroh ist weiterhin lebhaft, im Süden wird sogar von überregionalem Geschäft in die Alpenländer berichtet. Die Forderungen wurden in den meisten Bundesländern erneut um bis zu 2 EUR/t angehoben, denn das Angebot an guten Partien ist knapper als sonst. Allerdings gab es auch eine größere Preiskorrektur nach unten in Thüringen, so dass der Bundesdurchschnitt mit knapp 85 EUR/t für Großballen unter Vormonatslinie rutschte. Heu bleibt ebenfalls gesucht, wobei sich das Kaufinteresse auf überdurchschnittliche Qualitäten konzentriert. Quaderballen sind mit 131,50 EUR/t preisstabil, Großballen mit 111,50 EUR/t etwas preisgünstiger aufgrund der überdurchschnittlichen Preiskorrektur in Brandenburg.

Viel Silomais

Was lange währt, wird endlich gut – unter diesem Motto stand in diesem Jahr die Maisernte. Auch wenn die zuletzt unter problematischen Bedingungen gehäckselten Partien teils deutliche Defizite in Ertrag und Qualität aufwiesen, die deutsche Silomaisernte 2017 überzeugte mit großen Mengen in zwar sehr heterogener, aber durchweg ausreichender Qualität. So sind die Silos teils übervoll, aber Druck auf die Preise kann sich dadurch nicht entwickeln. Im Schnitt werden um die 34,60 EUR/t verlangt. Das ist immerhin genau so viel wie im Vorjahr, als es deutlich weniger Maissilage gab. Die aktuellen Preismeldungen schwanken zwischen 34-37 EUR/t. Ausreißer nach unten gibt es in Hessen, wo Maissilage nur 30,60 EUR/t kostet. Es wird erwartet, dass mit den höheren Silomaisanteilen in den Rationen der Bedarf an Eiweißergänzungsfutter steigen dürfte.

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Beitrag von Wienke von Schenck

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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