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Welthandel mit Milchprodukten belebt

21.09.2017 (AMI) – Im bisherigen Verlauf von 2017 wurden wieder mehr Milcherzeugnisse am Weltmarkt gehandelt. Bei den bedeutenden Nachfragern gab es teils umfangreiche Verschiebungen bei den Importmengen. China als größter Importeur von Milchprodukten hat in diesem Jahr wieder deutlich mehr Ware nachgefragt.

Der internationale Handel mit Milchprodukten hat sich in den ersten sieben Monaten von 2017 uneinheitlich entwickelt. In der Summe lagen die Exporte jedoch über dem bereits leicht erhöhten Niveau des Vorjahres. Zeitgleich hat aber auch die Milchproduktion im Zuge der steigenden Erzeugerpreise wieder an Dynamik zugenommen.

Von Januar bis Juli wurde in einigen Teilmärkten mehr Ware gehandelt. Die zehn größten Exporteure haben in der Summe mehr Magermilchpulver und Käse abgesetzt. Die Ausfuhren von Vollmilchpulver bewegen sich in etwa auf dem Vorjahresniveau, Butter wurde hingegen deutlich weniger ausgeführt.

Der Blick auf die wichtigsten Nachfrager zeigt teils deutliche Verschiebungen. Bei Milchpulver waren in den ersten sieben Monaten dieses Jahres aus Algerien sowie Teilen Südamerikas und Asiens teils starke Nachfrageanstiege zu verzeichnen. Auch China führte bei Magermilchpulver deutlich mehr Menge ein. Käse wurde vermehrt von Australien, Südkorea und von Japan nachgefragt. Die Importe in die USA und Russland schwächelten hingegen. Auch bei Butter sank die Nachfrage aus den USA spürbar, während sich die Importe von Russland, Mexiko, und China über den Vorjahresmengen bewegten.

China wieder auf Wachstumskurs

China als größter Nachfrage von Milchprodukten am Weltmarkt hat in diesem Jahr wieder deutlich mehr Ware importiert. Zuvor war der Verlauf hier jedoch stark schwankend. Nachdem die Einfuhren von Milch- und Molkenpulver ins Reich der Mitte von 2009 bis 2014 stark gestiegen waren, wendete sich das Bild im Jahr 2015 schlagartig. Es wurde wieder weniger Ware importiert, wofür im Wesentlichen die Abschwächung des Wirtschaftswachstums und die deutliche Abwertung der Landeswährung ursächlich gewesen sein dürften. Im Jahr 2016 hat sich die Nachfrage Chinas bereits wieder belebt. Im laufenden Jahr haben sich diese Entwicklungen fortgesetzt.

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Beitrag von Andreas Gorn

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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