Deutschland | Schweine | Aktionspreise

Weniger Aktionen mit Schweinefleisch im Einzelhandel

11.01.2018 (AMI) – In der 2. Jahreshälfte 2017 waren 41 % der beworbenen Artikel für Fleisch und Geflügel der Kategorie Schweinefleisch zuzuordnen. Auch wenn dies nach wie vor der mit Abstand größte Anteil ist, lag dieser im Vergleichszeitraum 2016 doch mehr als 2 Prozentpunkte höher.

Der Lebensmitteleinzelhandel reagiert damit zunehmend auf die Bedürfnisse der Kunden, die seit einigen Jahren immer mehr in Richtung Geflügelfleisch umschwenken. Hier ist der Anteil der Werbeanstöße alleine innerhalb eines Jahres um mehr als 1 Prozentpunkt angestiegen. Auch Rindfleisch findet sich vermehrt in der Werbung und belegt aktuell nach Schweinefleisch den 2. Platz. Gerade hochpreisige und edlere Teilstücke werden hier gerne beworben, aber auch Hackfleisch findet sich immer wieder unter den Aktionen.

Private Nachfrage nach Schweinefleisch weiter rückläufig

Neben den Rückgängen bei den Werbeanstößen zeigt auch die private Nachfrage einen klaren Trend auf. So ging etwa die Menge an erworbenem Schweinefleisch von Januar bis Oktober 2017 um rund 7 % zurück. Hier profitiert insbesondere Rind von dieser Entwicklung, doch auch Geflügel wird verstärkt geordert. Als Gründe werden zumeist die negative Berichterstattung bei Schweinefleisch sowie die sich verändernde Altersstruktur und eine Zunahme der Außer-Haus-Verpflegung genannt. Rindfleisch hat in der Öffentlichkeit häufig einen besseren Ruf und wird auch verstärkt in Kantinen angeboten. Zusätzlich reagiert der Lebensmitteleinzelhandel mit Anpassungen der Werbeaktionen und beschleunigt die Entwicklung dadurch sogar noch zusätzlich.

Analysen zu den verschiedenen Angebotsaktionen für Fleisch im Lebensmitteleinzelhandel sowie viele weitere Informationen zu den Vieh & Fleisch-Märkten finden Sie im Markt aktuell Vieh und Fleisch.

Beitrag von Dr. Tim Koch

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Europa | Rohmilch | Anlieferung

Anstieg der EU-Milchanlieferung weiter gedämpft

21.06.2018 (AMI) – Die Milchanlieferung in der EU hat sich in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres oberhalb des Niveaus von 2017 bewegt. Dabei sind die Zuwächse gegenüber dem Vorjahr im März witterungsbedingt spürbar zurückgegangen. Im April lag das Milchaufkommen in der Summe ebenfalls nur leicht oberhalb der Vorjahreslinie.  Mehr

Deutschland | Fruchtgemüse | Einzelhandel

Angebotsaktionen mit Tomaten verändern sich

20.06.2018 (AMI) – Das Angebot an Tomaten im deutschen Lebensmitteleinzelhandel wird von Jahr zu Jahr vielfältiger. Dabei unterscheiden sich die einzelnen Tomatentypen teilweise nur geringfügig, und der Verbraucher kann kaum unterscheiden, ob er nun Cocktail-, Cherry-, Mini- oder Snack-Tomaten gekauft hat. Inzwischen ist es eher die Regel als die Ausnahme, dass eine Supermarktkette gleich mehrere unterschiedliche Tomaten innerhalb einer Woche in der Werbung hat. Dabei ist für viele Verbraucher nach wie vor der Preis ein entscheidender Faktor bei der Kaufentscheidung.  Mehr

Deutschland | Futtermittel | Nachfrage

Preisauftrieb verlangsamt

19.06.2018 (AMI) – Seit dem die Ölschrotpreise den Weg nach unten angetreten haben, verlangsamt sich auch der Preisanstieg für Mischfutter, aber noch ist Getreide teuer.   Mehr