Deutschland | Blumen & Zierpflanzen | Verbrauch

Umsatz am Zierpflanzenmarkt stabil

06.06.2025 (AMI) – Der Schaukelsommer 2024 und die weiter verunsicherten, zögerlichen Kunden bescherten dem Markt für Blumen und Zierpflanzen aufgrund der inflationsbedingt weiter gestiegenen Preise Stabilität. Der Markt stagnierte nach Schätzungen der AMI auf einem Niveau von 8,7 Mrd. EUR (zu Einzelhandelspreisen).

Erneut standen die deutschen Produzenten vor der Herausforderung der kostendeckenden Produktion. Mit den vorherrschenden Themen, die von Nachfolger-, Fachkräfte- und Auszubildendenmangel bis hin zu weiter hohen Energiekosten reichen, eine Mammutaufgabe, die nicht alle Betriebe schultern konnten.

Vor allem die „Soft-Skills“ der Pflanzen wie Hitzetoleranz, Trockenheitsverträglichkeit oder Insektenfutter wurden handelsseitig in den Vordergrund gestellt. Während das Sortiment der Stauden nahezu vollständig von der Dynamik der Soft-Skills profitieren konnte, erstreckte sich die positive Wirkung lediglich auf einige Arten aus den anderen Sortimenten. Grüne Zimmerpflanzen profitierten weiterhin von der Aufmerksamkeit der Kunden, die sie während der Pandemie erringen konnten. Der Absatz entwickelte sich auch 2024 dynamisch, da der Systemhandel im großen Stil in exklusivere Sortimente einstieg.

Für Schnittblumen, als größtes Einzelsegment am Markt, gab jeder Einwohner Deutschlands mit knapp 37 EUR kaum weniger aus als im Vorjahr. Im zweiten Jahr in Folge performten Mischsträuße besser als die Monosträuße.

Für Topfpflanzen gab jeder Einwohner Deutschlands im Jahr 2024 mit knapp 50 EUR rund 2 EUR mehr aus als im Vorjahr. Für Beet- & Balkonpflanzen lagen die Pro-Kopf-Ausgaben mit knapp 21 EUR etwas unter dem Vorjahr. Gefolgt wurden sie von blühenden Zimmerpflanzen mit knapp 11 EUR im Jahr 2023.

Wie sich die einzelnen Marktsegmente im langjährigen Vergleich entwickelten und welche Auswirkungen die Pandemie, die weltpolitische Lage und die politischen Rahmenbedingungen auf den Außenhandel hatten, erfahren Sie in den Markt Charts Zierpflanzen 2024. Neben den Top-Listen für Schnittblumen, blühende und grüne Zimmerpflanzen, sowie denen für Beet- & Balkonpflanzen betrachten wir detailliert, wo die Kunden ihre Blumen und Zierpflanzen einkauften.

Beitrag von Britta Tröster
Marktanalystin Blumen & Zierpflanzen
Druckversion als PDF öffnen

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Deutschland | Blumen & Zierpflanzen | Strukturdaten

Was brachte das Jahr 2025 der Zierpflanzenbranche?

15.12.2025 (AMI) – Wir schreiben (nicht nur für Blumen & Zierpflanzen) das sechste Ausnahmejahr in Folge. Insgesamt änderte sich die Lage vom Außenhandel über den Inlandsmarkt bis hin zur Endverbraucherebene im Jahr 2025 nicht zum Besseren:   Mehr

Welt | Kartoffeln | Markttrends

Ernüchterndes Kartoffeljahr

10.12.2025 (AMI) – Der Kartoffelmarkt befindet sich in einer schwierigen Verfassung. Nicht nur Erzeuger müssen ernüchtert feststellen, dass nicht immer mehr Kartoffeln gebraucht werden und die Preise auch mal keine Gewinne übriglassen können.   Mehr

Deutschland | Rohmilch | Erzeugerpreise

Bio-Milchpreise kaum verändert

08.12.2025 (AMI) – Das Bundesmittel für ökologisch erzeugte Milch ist im Oktober lediglich marginal gestiegen. Die meisten Molkereien zahlten im Vergleich zum Vormonat ein konstantes Milchgeld aus.   Mehr