Frische-Bereich: Lebensmittelpreise fallen unter das Vorjahresniveau
Die Verbraucher zahlten für frische Lebensmittel, dem AMI-Frischeindex zufolge, 1,1 % weniger als ein Jahr zuvor. Preisreduzierungen in der Warengruppe Milch und Milchprodukte standen Preiserhöhungen bei Rindfleisch entgegen.
Erneute Preiserhöhung für Rindfleischartikel
Die Preise für Hackfleischartikel aus dem Basissortiment des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) sind von September auf Oktober erneut gestiegen. Das war allerdings nicht die erste Preiserhöhung für diese Artikel im laufenden Jahr. In der längerfristigen Entwicklung wirkten sich die stark gesunkenen Rinderbestände in Deutschland und die dadurch verringerten Schlachtzahlen auf die Marktsituation aus. Auf den vorgelagerten Stufen liegen die Preise bereits seit Jahresbeginn deutlich über dem Vorjahresniveau. Das Kilogramm Rinderhackfleisch aus konventioneller Erzeugung hat sich von 12,38 EUR auf 12,98 EUR verteuert. Und auch gemischtes Hackfleisch aus Rind und Schwein ist als konventionell erzeugte Variante um 20 Ct/kg im Preis gestiegen. Aufgrund dieser aktuellen Anpassungen hat die Teuerungsrate für Rindfleisch weiter angezogen. Im Oktober zahlten die Verbraucher somit 23,5 % mehr als im Vorjahr. Trotz dieser hohen Preisaufschläge fiel die Teuerungsrate für frische Lebensmittel erstmals in den negativen Bereich, was an den Entwicklungen im Bereich der Milch und Milchprodukte lag.
Butterpreise sind im Sinkflug
Sowohl in Deutschland als auch in der EU wird aktuell mehr Milch produziert als im Vorjahr. Zudem ist der Fettgehalt in der Rohmilch erhöht. Gleichzeitig ist die Nachfrage allerdings verhalten. Diese Entwicklungen führten dazu, dass die Preise auf den vorgelagerten Stufen nachgegeben haben und dies nun auch die Verbraucher an den Regalpreisen sehen können. Bereits im September wurde der Preis für das 250-g-Päckchen Deutsche Markenbutter im Basissortiment des LEH zuerst von 1,99 EUR auf 1,79 EUR reduziert und dann nochmal auf 1,49 EUR. Ende Oktober erfolgte dann die nächste Anpassung auf 1,39 EUR/250 g. Damit kostete das 250-g-Päckchen genau 1,00 EUR weniger als im Vorjahr zur Höchstphase.
Mehr Informationen zu den Preisentwicklungen der anderen Frische-Warengruppen finden Sie in unserem Online-Dienst Markt aktuell Agribusiness.
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Judith Dittrich
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