Frische Lebensmittel: Teuerungsrate erneut im negativen Bereich
Dem AMI-Frischeindex zufolge zahlen die Verbraucher für frische Lebensmittel in den ersten drei Novemberwochen 1,0 % weniger als ein Jahr zuvor. Weiterhin sind die extremen Preisentwicklungen einerseits bei Rindfleisch und andererseits bei Milch und Milchprodukten die Gegenspieler. In der Summe liegt die Teuerungsrate damit den zweiten Monat in Folge im negativen Bereich.
Preisreduzierungen bei Milch und Milchprodukten
Bereits in den vergangenen Monaten befanden sich die Butterpreise im Sinkflug. Dies setzt sich im November nun fort. Aktuell kostet das 250-g-Päckchen Deutsche Markenbutter im Basissortiment des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) 1,29 EUR und damit 10 Ct wenig als im Vormonat bzw. 1,10 EUR weniger als ein Jahr zuvor. Neben Butter erfolgte auch eine Preisreduzierung bei Milch und weiteren Milchprodukten im Basissortiment. Seitdem zahlen die Verbraucher in den meisten Geschäften des LEH für die fettreichen Milchvarianten 0,95 EUR/l und für die Varianten mit 1,5 % Fettgehalt 0,85 EUR/l. Der Preis ist damit um 14 Ct/l gegenüber dem Vormonat zurückgegangen. Doch auch Joghurt, Quark und Sahne sind nun günstiger erhältlich.
Rindfleisch bleibt teurer
Die Teuerungsrate für Rindfleisch erreicht ein neues Spitzenniveau. In den ersten drei Novemberwochen zahlen die Verbraucher 26,1 % mehr als im Vorjahr. Aktuelle Preisanpassungen gab es in diesem Monat allerdings nicht. Das hohe Preisniveau ist auf die Erhöhungen im Oktober und den vorangegangenen Monaten zurückzuführen. Vor allem in der längerfristigen Betrachtung wirken sich die stark gesunkenen Rinderbestände in Deutschland und die verringerten Schlachtzahlen auf den Markt aus. Bereits das ganze Jahr über sind die höheren Rindfleischpreise die Treiber der Teuerung im Frische-Bereich.
Für vertiefende Einblicke in die Entwicklung der Lebensmittelpreise empfehlen wir das AMI Web-Seminar Lebensmittelpreise: Zwischen Schlagzeilen und Realität am 09. Dezember 2025. Dabei wird nicht nur ein Blick auf frische Lebensmittel geworfen, sondern auch auf die Inflation im Allgemeinen.
© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH
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Judith Dittrich
Marktanalystin Verbraucherforschung
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