Gemüse war seltener in den Werbezetteln
Frisches Gemüse und Kartoffeln waren im Jahr 2025 etwas seltener in den Werbezetteln des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) vertreten als im Jahr zuvor. Gegenüber 2024 fehlten knapp 400 Werbeanstöße. Das entspricht einem Rückgang um knapp 2 %. Dabei heben sich die Entwicklungen bei den einzelnen Gemüsearten teilweise gegenseitig auf. Das zeigt eine Analyse auf Basis von AMI-Aktionspreise im LEH. Insgesamt war Gemüse 22.240-mal in den Werbezetteln vertreten. Auf die Top-10 der meistbeworbenen Gemüsearten entfielen dabei mehr als 51 % aller Werbeanstöße. Dabei ist die beworbene Produktpalette so viel größer: 105 Gemüsearten wurden 2025 mindestens einmal beworben. Knapp 19 % der Werbeanstöße für Gemüse entfielen auf Bio-Produkte. Dieser Anteil ist gegenüber dem Vorjahr minimal gestiegen. Auch der Anteil deutscher Ware in den Angebotsaktionen hat gegenüber dem Vorjahr leicht zugelegt und erreichte knapp 48 %.
Nur wenige Positionswechsel in den Top-10
Die Top-10 der meistbeworbenen Gemüsearten ist in ihrer Zusammensetzung bereits seit mehreren Jahren weitgehend unverändert. Allerdings ergeben sich immer wieder Positionswechsel. Dabei kommt keine andere Gemüseart an die Tomaten heran. Aufgrund ihrer Produktvielfalt ist sie das mit Abstand am häufigsten beworbene Gemüse. Das war auch 2025 der Fall, obwohl die Zahl der Werbeanstöße für Tomaten um knapp 5 % niedriger war als im Vorjahr. Noch deutlicher ist die Zahl der Werbeanstöße bei anderen Fruchtgemüsearten gesunken. So verloren Paprika fast 18 % und Salatgurken immerhin noch 11 % gegenüber dem Vorjahr. Beide haben entsprechend jeweils einen Platz in der Rangliste eingebüßt. Dagegen wurden Speisekartoffeln und Gewichtsmöhren häufiger beworben, was vor allem auf die höhere Warenverfügbarkeit zurückzuführen ist. Speisekartoffeln haben sich dadurch auf den zweiten Rang in der Liste der meistbeworbenen Gemüsearten nach vorne geschoben. Gewichtsmöhren verbesserten sich sogar um zwei Plätze und landeten am Ende auf Rang 4.
Die Anzahl der Werbeanstöße ist das eine, der Werbepreis das andere. So lag der niedrigste Aktionspreis für deutsche Salatgurken mit 0,28 EUR/St. um 12 % unter dem Niveau des Vorjahres. Die geringere Anzahl an Werbeanstößen hätte eher einen höheren Einstiegspreis erwarten lassen. Auch der durchschnittliche Aktionspreis für deutsche Salatgurken aus konventioneller Produktion war mit 0,92 EUR/St. um 3 % niedriger als im Vorjahr.
Treffen Sie die AMI-Marktexperten
Angebotsaktionen werden auch im Jahr 2026 ein wichtiger Bestandteil des Obst- und Gemüsemarktes sein. Viele Verbraucher werden sich bei ihren Einkäufen weiterhin an den Werbezetteln orientieren. Zur richtigen Zeit eingesetzt können Angebotsaktionen zudem dabei helfen, kurze Phasen mit großem Angebot aktiv zu gestalten. Welche Produkte 2026 besonders stark beworben werden, hängt damit auch vom Witterungsverlauf während der Saison und von der Entwicklung des Angebotes ab. Sie möchten die Entwicklungen bei den Angebotsaktionen im Blick behalten? Dann können Sie selbst mit großem Aufwand recherchieren, oder eine passgenaue Lösung der AMI wählen.
Fundierte und neutrale Marktinformationen helfen dabei, die aktuellen Entwicklungen einzuordnen, die eigene Position am Markt einzuschätzen und sich neu auszurichten. Nutzen Sie die Möglichkeit zu einem direkten Gespräch mit den AMI-Marktexperten aus den Fachbereichen Gartenbau, Ökolandbau und Verbraucherforschung. Wir beantworten Ihnen gerne Ihre Fragen und beraten Sie, welche unserer Dienstleistungen für Sie am besten geeignet ist.
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© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH
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Michael Koch
Marktanalyst Gartenbau
Tel. (0228) 33805-252
Autor von Fachbeiträgen und Produktstudien, Referent von Vorträgen im Bereich Gartenbau, vernetzt mit Produzenten, Händlern und Unternehmen in der Obst- und Gemüsebranche.
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