Deutschland | Milch & Milchprodukte | Tierbestand

Milchkuhbestände in Deutschland wieder leicht gestiegen

15.01.2026 (AMI) – Im November 2025 war bei der Viehbestandserhebung die Anzahl der Rinder in Deutschland ein weiteres Jahr in Folge gesunken, die Zahl der Milchkühe trotzte allerdings dem Abwärtstrend und nahm leicht zu. Der Strukturwandel zu wenigeren und größeren Betrieben setzte sich nahezu bundesweit fort.

Im November 2025 wurden bei der Viehzählung, laut vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis), rund 10,4 Mio. Rinder erfasst. Im Vergleich zur Novemberzählung im Jahr 2024 ist die Anzahl an Rindern damit um 0,4 % zurückgegangen. Damit hat sich der seit Jahren vorherrschende Abwärtstrend deutlich abgeschwächt. Die Rückgangsrate von 2023 auf 2024 lag noch bei 3,5 %. Die Entwicklung der bundesweiten Anzahl an Milchkühen hat zu der Verlangsamung deutlich beigetragen. Denn diese nahm erstmalig seit der Zählung im November 2014 wieder zu. Mit einer Kuhzahl von knapp 3,6 Mio. wurden 0,2 % mehr Milchkühe in Deutschland gehalten als zwölf Monate zuvor.

Die Anzahl an Rinder haltendenden Betrieben hat sich dagegen weiter verkleinert. Innerhalb des betrachteten Jahres haben 1.762 Betriebe oder 1,4 % in Deutschland ihre Haltung aufgegeben, sodass im November 2025 noch 122.430 Betriebe mit der Bewirtschaftung von Rindviehbetrieben beschäftigt waren. Gleichzeitig entwickelte sich die Zahl an Milchviehbetrieben ebenfalls rückläufig. Davon existierten im November 2025 bundesweit 47.157 Stück und damit 3,1 % weniger als im Jahr zuvor zur gleichen Zeit.

Strukturwandel setzt sich fort

Bei den in Produktion verbleibenden Milchviehbetrieben stieg die durchschnittliche Bestandsgröße weiter an. Deutschlandweit lebten zum Stichtag im November 2025 im Durchschnitt 76,3 Kühe auf einem Milchviehbetrieb, das waren im Schnitt 2,5 Tiere mehr als bei der Zählung im November 2024. Laut den aktuellen Statistiken lebten außerdem mehr Kühe in größeren Herdenverbänden als auf kleineren Betrieben.

Wie entwickelten sich die Milchkuhbestände im Detail? Und warum hat sich der Abwärtstrend der Milchviehbestände nicht weiter fortgesetzt? Eine aktuelle Einschätzung finden Sie in einer ausführlichen Analyse in unserem Online-Dienst Markt aktuell Milchwirtschaft.
Sie sind noch kein Kunde und möchten vom Expertenwissen der AMI profitieren? Dann nutzen Sie die Bestellmöglichkeiten in unserem Shop, und sichern Sie sich noch heute Ihren persönlichen Zugang zum Markt aktuell Milchwirtschaft.

Beitrag von Monique Rockhoff
Junior Produktmanagerin Milch

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Welt | Raps | Marktprognose

Komfortable Rapsbilanz – Erzeugerpreise ziehen an

12.02.2026 (AMI) – Die Rapserzeugung bleibt auf Rekordniveau, doch die Vorräte wachsen langsamer. Gleichzeitig stützt der Ölsaatenkomplex die Pariser Notierungen. Auch die deutschen Erzeugerpreise ziehen an.   Mehr

Deutschland | Kernobst | Aktionspreise

Zum Valentinstag 2026 kaum Pink Lady® in der Werbung

12.02.2026 (AMI) – Blumen, Schokolade oder Obst? Die Meinungen zum Valentinstag und dem dazu passenden Geschenk gehen auseinander. In den vergangenen Jahren hatten sich Äpfel der Marke Pink Lady® zumindest in den Angebotsaktionen des Lebensmitteleinzelhandels rund um den Valentinstag einen festen Platz gesichert. In diesem Jahr ergibt sich ein anderes Bild. Zwar werden Äpfel stark beworben, aber es stehen andere Sorten und Marken im Mittelpunkt.   Mehr

Deutschland | Öko-Landbau | Markttrends

Bio-Markt gewinnt spürbar an Dynamik

10.02.2026 (AMI) – Der Bio-Markt in Deutschland setzt seinen Erfolgskurs fort: Bereits das zweite Jahr in Folge verzeichnet der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln und -Getränken ein deutliches Wachstum. Für 2025 ermittelt der Arbeitskreis Biomarkt einen Anstieg der Verbraucherausgaben um 6,7 %.   Mehr