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AMI-Rohstoffindex setzt Abwärtstrend im Januar fort

31.01.2026 (AMI) – Der von der AMI ermittelte deutsche Agrarrohstoffindex gab im Januar 2026 weiter nach und sank von 130,6 auf 124,9 Punkte. Das entspricht einem Minus von 4,4 % gegenüber Dezember. Belastend wirkten vor allem rückläufige Erzeugerpreise bei Milch und Schweinen. Bei Getreide und Ölsaaten zeigte sich insgesamt ein gemischtes Bild: Brotweizen und Körnermais tendierten leicht fester, Futtergerste und Raps gaben nach.


Der Milchmarkt ist mit hohen Angebotsmengen in das neue Jahr gestartet. Die Milchanlieferung blieb deutlich überdurchschnittlich, was die Preisentwicklung an den Verarbeitungsmärkten belastete. Während sich Fett- und Eiweißmärkte zeitweise unterschiedlich entwickelten, blieb das Preisniveau insgesamt niedrig. Vor allem Käse und Butter wurden bei reger Nachfrage abgerufen, ohne jedoch nachhaltige Impulse zu setzen. An den Pulvermärkten fehlte eine klare Richtung. Die Milcherzeugerpreise folgen dem seit Herbst bestehenden Abwärtstrend; auch im weiteren Verlauf des ersten Quartals ist mit Abschlägen zu rechnen.

Am Fleischmarkt dominierten zu Jahresbeginn ausgeglichene bis schwache Verhältnisse. Bei Schlachtschweinen führten reichliche Stückzahlen zunächst zu einem Preiseinbruch, anschließend stabilisierte sich der Markt. Größere Nachfrageimpulse bleiben vorerst aus, sodass für Februar mit unveränderten Notierungen gerechnet wird. Bei Schlachtrindern passen Angebot und Nachfrage insgesamt zusammen. Während Jungbullenpreise stabil tendieren, geraten Kühe unter Druck. Insgesamt zeigt sich der Fleischmarkt zum Monatsende ausgeglichen.

Im Januar blieb das Marktumfeld im Getreidehandel ruhig. Im Brotgetreide fehlten Impulse aus dem Export und die Mühlen deckten überwiegend nur kurzfristig Bedarf. Preislich zeigte sich Brotweizen im Monatsvergleich leicht fester. Am Futtergetreidemarkt hielt sich das Kaufinteresse der Mischfutterindustrie in Grenzen; entsprechend tendierte Futtergerste schwächer. Körnermais konnte sich dagegen im Monatsvergleich leicht festigen. Die kleinere EU-Ernte macht sich bemerkbar und der feste Euro verteuert die Importe. Der Rapspreis gab trotz fester Impulse vom Terminmarkt hingegen nach.

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Beitrag von Leif Erik Rehder
Bereichsleiter Pflanzenbau

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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