Welt | Raps | Marktprognose

Komfortable Rapsbilanz – Erzeugerpreise ziehen an

12.02.2026 (AMI) – Die Rapserzeugung bleibt auf Rekordniveau, doch die Vorräte wachsen langsamer. Gleichzeitig stützt der Ölsaatenkomplex die Pariser Notierungen. Auch die deutschen Erzeugerpreise ziehen an.

Am Rapsmarkt treffen aktuell drei Ebenen aufeinander: eine weiterhin komfortable Weltversorgung, feste Terminmarktnotierungen in Paris und regional anziehende Erzeugerpreise in Deutschland. Für Impulse sorgen vor allem die Vorgaben aus dem Ölsaatenkomplex – das Tagesgeschäft bleibt dennoch vielerorts überschaubar.

Das USDA rechnet für 2025/26 mit einem weltweiten Rekordangebot an Raps von 95,0 Mio. t. Dem steht ein globaler Verbrauch von 92,4 Mio. t gegenüber. Unterm Strich bleibt die Bilanz komfortabel, aber die Vorräte wachsen weniger stark als zuletzt erwartet. An der Pariser Börse setzen sich die festen Notierungen fort: Der Mai-Kontrakt schloss bei 487,75 EUR/t. Gestützt wurden die Kurse vor allem durch festere Vorgaben aus dem Ölsaatenkomplex.

Im deutschen Markt kommen die Impulse regional an – je nach Logistik und Bedarf der Ölmühlen. Für Ware der Ernte 2025 erhalten Erzeuger aktuell im Mittel knapp 462 EUR/t frei Erfasserlager, rund 4 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Die Meldungen aus den einzelnen Regionen in Deutschland rangieren in einer Spanne von 437–485 EUR/t.

Wie werden sich die Preise am deutschen, aber auch am internationalen Ölsaatenmarkt entwickeln? Welche Mengen und Qualitäten bringen die Ernten bei uns und unseren Hauptlieferländern? Antworten auf diese Fragen finden Sie kontinuierlich in unserem Online-Dienst Markt aktuell Ölsaaten und Bioenergie.

Sie sind noch kein Kunde und möchten vom Expertenwissen der AMI profitieren? Dann nutzen Sie die Bestellmöglichkeiten in unserem Shop und sichern Sie sich noch heute Ihren persönlichen Zugang zum Markt aktuell Ölsaaten und Bioenergie.


Beitrag von Nadja Pooch
Produktmanagerin Pflanzenbau

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Europa | Rohmilch | Anlieferung

Expansive Entwicklung der EU-Milchanlieferung

02.03.2026 (AMI) – Das Milchaufkommen innerhalb der EU-27 hat im Jahr 2025 deutlich zugelegt. Im ersten Quartal wurde das Vorjahresniveau noch verfehlt, im weiteren Jahresverlauf wuchs dann der Vorsprung auf die Vorjahresmengen. Auf Ebene der Mitgliedstaaten waren überwiegend Zuwächse zu verzeichnen, insbesondere die mengenmäßig bedeutendsten Erzeugerländer fielen mit ihren Mehrmengen ins Gewicht.   Mehr

Deutschland | Agrarrohstoffe | Index

AMI-Rohstoffindex gibt im Februar weiter nach

02.03.2026 (AMI) – Der von der AMI ermittelte deutsche Agrarrohstoffindex gab im Februar 2026 weiter nach. Der Index sinkt damit den achten Monat in Folge. Belastend wirkten vor allem weiter rückläufige Erzeugerpreise bei Milch.   Mehr

Deutschland | Öko-Landbau | Markttrends

Rekordfläche im Öko-Landbau 2025 – Wachstum verlangsamt sich trotz dynamischer Marktentwicklung

02.03.2026 (AMI) – Der Bio-Markt in Deutschland wächst weiter, doch das Tempo lässt spürbar nach: Während die Anbaufläche langfristig zunimmt, fallen die jährlichen Zuwächse inzwischen deutlich geringer aus als noch vor wenigen Jahren. Das aktuelle Jahrbuch der AMI „Markt Bilanz Öko-Landbau 2026“ liefert aktuelle Zahlen zum deutschen und europäischen Bio-Markt.   Mehr