Deutschland | Agrarrohstoffe | Index

AMI-Rohstoffindex gibt im Februar weiter nach

02.03.2026 (AMI) – Der von der AMI ermittelte deutsche Agrarrohstoffindex gab im Februar 2026 weiter nach. Der Index sinkt damit den achten Monat in Folge. Belastend wirkten vor allem weiter rückläufige Erzeugerpreise bei Milch.

Die Milchanlieferung nahm im Februar saisonbedingt weiter zu und lag deutlich über Vorjahr. Das hohe Rohstoffangebot hielt den Druck auf die Rohstoffmärkte aufrecht und begrenzte die Auszahlungsspielräume der Molkereien. Gleichzeitig zeigten sich die Verarbeitungsmärkte stabiler: Vor allem Milchpulver profitierte von belebter Exportnachfrage, auch Molkenpulver tendierte fester. Butter und Käse wurden bei guten Absätzen überwiegend stabil gehandelt. Der Erzeugerpreis für Milch reagiert jedoch zeitverzögert auf die Produktmärkte und folgt dem seit Herbst bestehenden Abwärtstrend – im Februar dürfte sich der Rückgang zwar abschwächen, weitere Abschläge im ersten Quartal bleiben aber wahrscheinlich.

Im Februar lagen die Erzeugerpreise für Schlachttiere insgesamt unter dem Niveau des Vormonats. Schlachtschweine standen zunächst weiter unter Preisdruck; erst ab Monatsmitte stabilisierte sich der Markt, vereinzelt wurden wieder Aufpreise erzielt. Auch bei Schlachtrindern überwog ein schwächeres Bild, bevor die Nachfrage nach Schlachtkühen zum Monatsende anzog.

Im Pflanzenbau blieb das Geschäft verhalten. Brotgetreide zeigte sich stabil bis leicht fester, Futtergetreide insgesamt kaum verändert; Körnermais behauptete sich etwas besser. Raps profitierte von festeren Terminmarktvorgaben.

Natürlich informiert – Preisindex sorgt für mehr Transparenz

Möchten Sie mehr wissen? – Dann nutzen Sie unseren Online-Dienst Markt aktuell Agribusiness, der Ihnen eine aktuelle Analyse mit allen Daten der Teil-Indizes zu Getreide/Ölsaaten, Fleisch und Rohmilch.

Beitrag von Leif Erik Rehder
Bereichsleiter Pflanzenbau

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Europa | Rohmilch | Anlieferung

Expansive Entwicklung der EU-Milchanlieferung

02.03.2026 (AMI) – Das Milchaufkommen innerhalb der EU-27 hat im Jahr 2025 deutlich zugelegt. Im ersten Quartal wurde das Vorjahresniveau noch verfehlt, im weiteren Jahresverlauf wuchs dann der Vorsprung auf die Vorjahresmengen. Auf Ebene der Mitgliedstaaten waren überwiegend Zuwächse zu verzeichnen, insbesondere die mengenmäßig bedeutendsten Erzeugerländer fielen mit ihren Mehrmengen ins Gewicht.   Mehr

Deutschland | Öko-Landbau | Markttrends

Rekordfläche im Öko-Landbau 2025 – Wachstum verlangsamt sich trotz dynamischer Marktentwicklung

02.03.2026 (AMI) – Der Bio-Markt in Deutschland wächst weiter, doch das Tempo lässt spürbar nach: Während die Anbaufläche langfristig zunimmt, fallen die jährlichen Zuwächse inzwischen deutlich geringer aus als noch vor wenigen Jahren. Das aktuelle Jahrbuch der AMI „Markt Bilanz Öko-Landbau 2026“ liefert aktuelle Zahlen zum deutschen und europäischen Bio-Markt.   Mehr

Deutschland | Frische Lebensmittel | Index

Frische Lebensmittel kosten im Februar erneut weniger

26.02.2026 (AMI) – Im Frische-Bereich schwächt sich die Teuerungsrate weiter ab. Mehrere Warengruppen wirken mit ihrem niedrigeren Preisniveau deutlich stärker als die Warengruppen mit höheren Preisen. Seit März 2024 liegt nun die niedrigste Teuerungsrate vor.   Mehr