Deutschland | Frische Lebensmittel | Index

Negative Teuerungsrate schwächt sich ab

26.03.2026 (AMI) – Frische Lebensmittel kosten auch im März weniger – so wie die Monate zuvor auch. Allerdings reduziert sich der Preisabstand zum Vorjahr leicht. Weiterhin sind höhere Preise in den Warengruppen Eier und Rindfleisch die Treiber der Teuerung, während günstigere Kartoffeln und Molkereiprodukte dem entgegenwirken.

In den ersten drei Märzwochen kosten frische Lebensmittel, dem AMI-Frischeindex zufolge, 1,8 % weniger als ein Jahr zuvor. Im Februar hatte die Teuerungsrate noch bei -2,4 % gelegen.

Preisnachlass bei Schweinefleisch

Im Basissortiment des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) wurden Ende Februar einige Schweinefleischartikel im Preis reduziert. So kosten beispielsweise Hackfleisch, Gulasch und die frische grobe Bratwurst seitdem weniger. Für das Kilogramm Schweinehackfleisch zahlen die Verbraucher im führenden Discounter nun unter anderem 5,38 EUR statt 5,58 EUR. Jetzt im März kommt das niedrigere Preisniveau in dieser Warengruppe stärker zum Tragen. Der Preisabstand zum Vorjahr hat sich vergrößert. In den ersten drei Märzwochen kostet Schweinefleisch in der Summe 2,9 % weniger als im Vorjahr. Zuletzt haben die Preise auf den vorgelagerten Stufen zwar angezogen. Allerdings reagieren die Verbraucherpreise für Fleisch immer etwas zeitverzögert, so dass dies noch Reaktionen auf das vorherige niedrige Preisniveau sind. Das Angebot an Schweinefleisch hatte 2025 zum großen Teil den Bedarf übertroffen.

Anziehende Butterpreise

Anders sieht es dagegen am Buttermarkt aus. Zum Monatsanfang sind die Preise für Deutsche Markenbutter und Streichmischfette im Basissortiment des LEH gestiegen. Statt 0,99 EUR/250 g zahlen die Verbraucher nun 1,19 EUR/250 g für das Päckchen Deutsche Markenbutter und damit 1,00 EUR/250 g weniger als im Vorjahr. Streichmischfette haben sich von 1,09 EUR auf 1,19 EUR/250 g verteuert. Aufgrund dieser neuen Anpassungen hat sich der Preisabstand in der Warengruppe Milch und Milchprodukte gegenüber dem Vorjahr verringert. In den ersten drei Märzwochen kosten diese Produkte 19,5 % weniger als im März 2025. Dennoch bleibt dieser Bereich die Warengruppe mit dem größten Preisnachlass im Frischebereich. Die Preise für Milch und andere Milchprodukte sind im Laufe des Monats stabil geblieben.

Interessieren Sie sich für dieses Markt Chart? Entdecken Sie dieses und viele weitere informative AMI-Markt Charts als JPEG-Datei inklusive Begleittext in unserem Online-Shop.

Beitrag von Judith Dittrich
Marktexpertin Verbraucherforschung

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Deutschland | Steinobst | Aktionspreise

Größeres Angebot – Mehr Aktionen?

10.06.2026 (AMI) – Für die Fans von Pfirsichen und Nektarinen war 2025 kein gutes Jahr. Witterungsbedingte Ausfälle in wichtigen Produktionsländern hatten das Angebot spürbar geschmälert. Weniger Angebotsaktionen und hohe Preise waren die Folgen davon. In diesem Jahr sind die Ernteaussichten deutlich besser. Wirkt sich die bessere Angebotslage bereits im frühen Teil der Saison auf Angebotsaktionen und Preise aus?   Mehr

Deutschland | Brotgetreide | Terminkontrakte

Weizen zwischen Börsendruck und Qualitätsfrage

08.06.2026 (AMI) – Die Weizenkurse in Paris und Chicago haben nach der Rally im Mai wieder deutlich nachgegeben. Am deutschen Kassamarkt bleibt die Lage jedoch differenzierter: Alterntige Ware läuft aus, während Menge und Qualität der neuen Ernte noch nicht feststehen.   Mehr

Deutschland | Milch & Milchprodukte | Angebot

Hohe Milchmengen prägen Marktgeschehen

01.06.2026 (AMI) – Im ersten Quartal von 2026 lag das Milchaufkommen weiterhin bedeutend über dem Vorjahresniveau, und dass flächendeckend in allen Bundesländern. Die umfangreiche Rohstoffverfügbarkeit führte zu deutlichen Produktionsausweitungen, insbesondere bei Milch- und Molkenpulver sowie bei Butter und Käse.   Mehr