Viehpreise drücken auf den AMI-Rohstoffindex im Mai
Am Getreide- und Ölsaatenmarkt tendierten die Preise im Mai fester. Brot- und Futtergetreide konnten sich nach den Rückgängen der Vormonate stabilisieren, die Handelsaktivitäten blieben jedoch überschaubar. Körnermais legte dank robuster Nachfrage deutlicher zu. Raps profitierte von geopolitischen Unsicherheiten, Impulsen vom Energiemarkt und Aussaatverzögerungen in Kanada; das festere Preisniveau erhöhte die Bereitschaft zur Absicherung der Ernte 2026.
Die Milchanlieferung blieb im Mai auf saisonalem Spitzenniveau und deutlich über Vorjahr. Gleichzeitig belebte sich die Nachfrage an den Rohstoffmärkten zeitweise. Butter und Molkenpulver profitierten von festeren Tendenzen, Käse zeigte sich weitgehend ausgeglichen. Im Bundesmittel legten die Milcherzeugerpreise leicht zu und wirkten damit stützend auf den Index.
Am Markt für Vieh und Fleisch überwogen schwächere Tendenzen. Schlachtschweine gaben trotz grundsätzlich ausgeglichener Marktlage leicht nach, da fehlende Schlachttage und ruhige Fleischgeschäfte die saisonale Belebung bremsten. Am Schlachtrindermarkt standen vor allem Jungbullen unter Druck. Zum Monatsende zeichnete sich jedoch eine Stabilisierung ab.
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Leif Erik Rehder
Bereichsleiter Pflanzenbau
Tel. (0228) 33805-350
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