Frische Lebensmittel sind aktuell günstiger trotz anziehender Preise
Dem AMI-Frischeindex zufolge zahlen die Verbraucher in den ersten drei Septemberwochen 2,5 % weniger als im Vorjahr. Weiterhin sind es vor allem die günstigeren Molkereiprodukte, die diese Entwicklung verantworten.
Butterpreise haben angezogen
Am Buttermarkt war es auf der Endstufe nun länger ruhig geblieben. Zuletzt hatte es im April 2026 eine Preisanpassung gegeben. Seitdem war Deutsche Markenbutter im Preiseinstiegssegment für 1,05 EUR/250 g erhältlich. Im Laufe des Septembers änderte sich dies allerdings. Aktuell zahlen die Verbraucher 1,19 EUR für das 250 g Päckchen Deutsche Markenbutter. Die Verhandlungen waren anders als in den meisten Fällen zum Monatswechsel noch nicht ganz abgeschlossen, so dass die Preise erst im weiteren Verlauf angepasst wurden. Damit reagieren die Verbraucherpreise auf die Erhöhungen auf den vorgelagerten Stufen, denn unter anderem fällt der Fettgehalt in der Rohmilch geringer aus. Vor einem Jahr war der Butterpreis um 50 Ct/250 g auf 1,39 EUR abgestürzt. Zusammen mit der aktuellen Preiserhöhung hat sich der Abstand zum Vorjahr verringert. Die Teuerungsrate für Milch und Milchprodukte liegt in den ersten drei Septemberwochen bei -18,0 %. Ein Monat zuvor hatte sie noch bei -19,9 % gelegen.
Kartoffeln: Preisabstand vergrößert sich weiter
Die Kartoffelpreise liegen aktuell auf einem höheren Preisniveau als im Vorjahr. Grund hierfür ist die einerseits deutlich kleinere Ernte in diesem Jahr und andererseits die deutlich umfangreichere Ernte zuvor. Die Verbraucher zahlen nun 15,1 % mehr als im September 2025. Damit hat die Teuerungsrate weiter angezogen. Dies liegt allerdings vielmehr an Preisrückgängen vor einem Jahr, denn gegenüber dem Vormonat haben die Verbraucherpreise für Kartoffeln saisontypisch nachgegeben. Nach Eiern weisen Kartoffeln die höchste Teuerungsrate im Frischebereich auf. Während der aktuellen Saison werden sie einer der Haupttreiber der Lebensmittelteuerung bleiben, auch wenn ihr Anteil an den Ausgaben für Lebensmittel vergleichsweise gering ist.
Gemüse verteuert sich
Die Teuerungsrate für Gemüse hatte sich die Monate zuvor abgeschwächt. Nun ziehen allerdings die Preise für verschiedene Produkte wieder an. In der Summe zahlen die Verbraucher in den ersten drei Septemberwochen 13,2 % mehr als im Vorjahr. Vor allem bei Salaten (+9,9 %) und Fruchtgemüse (20,8 %) liegen die Preise deutlich über dem Vorjahr. Beispielsweise kosten Salatgurken in den ersten Septemberwochen 31,8 % mehr. Das Angebot fällt knapp aus, da aus der mitteleuropäischen Produktion, bedingt durch die lang anhaltend hohen Temperaturen, weniger Ware zur Verfügung steht. Gleichzeitig war der Markt vor einem Jahr gut aufgestellt, was ebenfalls den hohen Preisunterschied fördert. Die Hitze hat auch das Angebot an verschiedenen Salaten verknappt. So haben sich auch Kopf- und Eissalat gegenüber dem Vorjahr deutlich verteuert.
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Judith Dittrich
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