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Hitze und Trockenheit prägen die Ernte 2026

24.09.2026 (AMI) – Die diesjährige Ernte in Deutschland fällt spürbar kleiner aus als im Vorjahr. Vor allem Hitze und Trockenheit haben die Bestände im Vegetationsverlauf stark belastet. Besonders deutlich zeigen sich die Folgen bei Mais und beim Raps.

Die Getreideernte bleibt 2026 deutlich hinter dem Vorjahr zurück. Nach den zweiten vorläufigen Ergebnissen der Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung werden insgesamt rund 41,4 Mio. t Getreide geerntet, ohne Körnermais sind es 37,4 Mio. t.

Winterweizen, die wichtigste Ackerkultur in Deutschland, blieb klar unter dem sehr guten Vorjahresergebnis. Vor allem Hitzestress während der Kornfüllung hat die Ertragsmöglichkeiten begrenzt. Auch regional schwächere Qualitäten spielten eine Rolle.

Wintergerste schnitt unter den großen Getreidearten noch am besten ab. Sie kam mit den Witterungsbedingungen besser zurecht, weil ihre Entwicklung bei den Hitzewellen bereits weiter fortgeschritten war. Damit gehört sie zu den wenigen Kulturen, die sich dem allgemeinen Abwärtstrend etwas entziehen konnten.

Besonders stark betroffen war dagegen der Körnermais. Obwohl die Anbaufläche ausgeweitet wurde, führten Trockenstress und eine schwächere Kolbenentwicklung zu deutlichen Einbußen. Mais zählt damit 2026 zu den Kulturen, die am stärksten unter den extremen Witterungsbedingungen gelitten haben. Die Körnermaisernte ist allerdings noch nicht abgeschlossen. Die aktuellen Angaben beruhen weiterhin auf vorläufigen Ergebnissen, sodass es im weiteren Verlauf noch zu Anpassungen kommen kann.

Auch beim Raps zeigt sich ein schwächeres Bild. Zwar wurde die Fläche leicht ausgedehnt, die Erträge blieben jedoch klar hinter dem Vorjahr zurück. Die größere Fläche konnte die witterungsbedingten Verluste deshalb nicht ausgleichen.

Insgesamt bestätigt sich damit das Bild eines schwierigen Erntejahres: Wintergetreide behauptete sich noch vergleichsweise ordentlich, während spätere Kulturen wie Mais deutlich stärker unter Hitze und Trockenheit litten.

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Beitrag von Leif Erik Rehder
Bereichsleiter Pflanzenbau

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