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Milch, Getreide und Raps stützten den AMI-Rohstoffindex

25.09.2026 (AMI) – Mit 129 Punkten lag der AMI-Rohstoffindex im September 2 % über dem Vormonatsniveau. Getragen wurde die Entwicklung von überwiegend festen Märkten, während sich die Lage am Fleischmarkt uneinheitlich zeigte.

In Deutschland gingen die Milchmengen im September saisonbedingt weiter zurück und näherten sich damit weiter dem Vorjahresniveau an, das jedoch weiterhin übertroffen wurde. An den Rohstoffmärkten zeigte sich ein volatiler Geschäftsverlauf, und die Preise schwankten im Verlauf des Monats leicht. Bei Magermilchkonzentrat hat sich das Preisniveau insgesamt deutlich befestigt und übertraf überwiegend die 3-Euro-Marke. Am Markt für Formbutter waren Mitte September Preiserhöhungen zu verzeichnen, die Absätze bewegten sich davon unbeirrt weiter auf hohem Niveau. Der Blockbuttermarkt verlief überwiegend in ruhigen Bahnen. Käse wurde anhaltend rege nachgefragt, sodass die Lagerbestände weiter schmolzen und die Preise fester tendierten. Auch an den Pulvermärkten setzte sich die feste Entwicklung des Vormonats fort. Bei einem knappen Angebot und gleichzeitig überwiegend reger Nachfrage legten die Preise für Milch- und Molkenpulver weiter zu und bewegten sich damit auf Jahreshöchstständen. Das hohe Preisniveau dämpfte das Kaufinteresse jedoch teilweise. Die überwiegend festeren Tendenzen an den Produktmärkten dürften sich in leichten Aufschlägen bei den Milcherzeugerpreisen widerspiegeln.

Beim Getreide zeigte sich im September weiterhin eine festere Preisentwicklung, auch wenn der Handel am deutschen Kassamarkt insgesamt ruhig verlief. Das Geschäft blieb verhalten, da sowohl Erzeuger als auch Käufer überwiegend zurückhaltend agierten. Viele Landwirte gaben nur begrenzt Ware ab, während Mühlen vielfach ausreichend eingedeckt waren und zusätzlichen Bedarf nur punktuell deckten. Auch am Futtergetreidemarkt blieb die Lage überwiegend ruhig, bei Futterweizen und Futtergerste war die Versorgung meist gut. Am Maismarkt setzte sich die festere Tendenz deutlicher fort, da sich mit Beginn der Körnermaisernte zunehmend schwächere Ertragserwartungen bestätigten und alterntige Ware kaum noch verfügbar war.

Am Rapsmarkt blieb die Entwicklung im September wechselhaft. Während die Notierungen an der Pariser Börse im Monatsverlauf zeitweise unter Druck gerieten, zeigten sich die Erzeugerpreise im Inland weiterhin fest. Ausschlaggebend dafür waren vor allem die enttäuschend ausgefallene deutsche Rapsernte und das begrenzte Angebot an freier Ware. Die ausgeweitete Anbaufläche konnte die witterungsbedingt schwächeren Erträge nicht ausgleichen, sodass die Versorgungslage angespannt blieb. Entsprechend zurückhaltend fiel die Abgabebereitschaft der Erzeuger aus. Zunehmend rückte zudem die Aussaat für die kommende Ernte in den Fokus. Neben der anhaltenden Trockenheit sorgt dabei auch der Rapserdfloh für Verunsicherung, weshalb regional bereits erste Flächen umgebrochen werden mussten.

Der Schlachtschweinepreis ist Mitte September regelrecht eingebrochen. Das umfangreiche Angebot, die stockende Fleischnachfrage und insbesondere der überversorgte europäische Markt führten zu Druck. Eine Entspannung ist dabei auch in den kommenden Wochen nicht zu erwarten. Vielmehr dürfte sich der Oktober entlang der gesamten Wertschöpfungskette weiterhin sehr schwierig gestalten.

Der Handel mit Schlachtrindern verlief in den vergangenen Wochen stetig und zumeist preislich stabil. Gegen Ende September fiel das Angebot an Jungbullen dann aber eher knapp aus, in den kommenden Wochen könnte es zu weiteren Preisaufschlägen kommen. Anders bei den Schlachtkühen, wo insbesondere Tiere höherer Haltungsformen etwas umfangreicher im Angebot sind. Hier dürfte der Preisdruck zunehmen.


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Beitrag von Calvin Fleischer
Junior Produktmanager Pflanzenbau

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