Deutschland | Schweine | Erzeugerpreise

Schlachtschweinepreis gibt weiter nach

29.04.2020 (AMI) – Das Angebot an schlachtreifen Schweinen fällt auch in der laufenden Woche nicht gerade große aus, übersteigt aber eigentlich überall die Nachfrage. Die Schlachtunternehmen agieren extrem verhalten, aktuell sind selbst größere Abbestellungen keine Ausnahme mehr.

Insbesondere im Süden Deutschlands fehlt es zudem an Absatzmöglichkeiten ins europäische Umland. Aufgrund der großen Probleme im Fleischhandel wurden bereits im Vorfeld der Notierung weitere Preisabschläge gefordert, der Feiertag in der laufenden Woche verschärft die Situation zusätzlich.

Dabei gestaltet sich der Fleischhandel aktuell Woche für Woche schwieriger. Von den erhofften Impulsen mit Grillfleisch ist nichts zu spüren, vielmehr bereitet der Absatz zunehmend Probleme.

National macht sich der fehlende Außer-Haus-Verzehr bemerkbar, im Export fehlen die Absatzkanäle. So ist etwa die Vermarktung von Schinken nach Italien, wenn überhaupt, nur mit extremen Preisnachlässen möglich. Gleiches gilt für die Verhandlungen mit chinesischen Käufern. Zwar scheinen hier wieder vermehrt Gespräche geführt zu werden, die Preise liegen allerdings auf sehr niedrigem Niveau. Auch im heimischen Handel kommt es zu Abschlägen, schlussendlich fehlt es aber an Abnehmern. Daran ändern auch niedrigere Preise wenig.


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Beitrag von Dr. Tim Koch
Marktexperte Fleisch- und Geflügelwirtschaft

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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