Deutschland | Schweine | Erzeugerpreise

Schlachtschweinepreis erneut stabil

05.08.2020 (AMI) – Das Angebot an schlachtreifen Schweinen ist im Verhältnis zur eingeschränkten Nachfrage der Schlachtereien weiterhin überreichlich. Die Schlachtgewichte befinden sich fortgesetzt auf hohem Niveau. Insgesamt steigt das Schlachtvolumen wieder etwas.

Anspruchsvolle Präventionsmaßnahmen zur Covid-19-Pandemie sowie ein Mangel an osteuropäischem Personal werden auch weiterhin produktions-beschränkend wirken. Die VEZG-Preisempfehlung bleibt die fünfte Woche in Folge unverändert bei 1,47 EUR/kg SG.

Je nach Region wird der Schweinefleischabsatz unterschiedlich beschrieben. Die Aussagen reichen von lebhaft, über schleppend bis hin zu rückläufig. Eine geringe Nachfrage herrscht im Süden Deutschlands - wegen der dortigen Ferien. Im Fokus der Nachfrage liegen Grillartikel vom Schwein. Die Abgabepreise der Schlachtereien und Zerleger sind im Vorwochenvergleich meist stabil. Regional gibt es auch Preiszugeständnisse bei Schinken, Bäuchen und Schultern.

Europaweit drosselt zunehmend die Hitze das Wachstum der Schweine und damit auch das Aufkommen. Die Nachfrage nach Schweinen ist stabil, da auch die Fleischnachfrage aus Sicht der Fleischvermarkter zufriedenstellend ist. Grillartikel vom Schwein sind derzeit rege gefragt, gleichzeitig ist der Markt für frische Ware überschaubar versorgt. In Erwartung hoher Exportumsätze im Herbst, wird weiterhin viel Ware ins Frostlager gepackt.


Haben Sie auch Interesse an dem europäische Schlachtschweinemarkt? Informationen dazu finden Sie in unserem Online-Dienst Markt aktuell Vieh und Fleisch. Bitte loggen Sie sich ein.

Sie kennen unsere Angebote noch nicht und möchten unseren Online-Dienst kennenlernen? Dann besuchen Sie unseren Shop.

Beitrag von Matthias Kohlmüller
Marktexperte Fleisch- und Geflügelwirtschaft

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Deutschland | Schweine | Markttrends

Sehr wichtige Absatzmärkte sind weggebrochen

17.09.2020 (AMI) – Zwar sind die Ausfuhren von deutschem Schweinefleisch in der ersten Jahreshälfte 2020 etwas gesunken, aber die Lieferungen in Länder außerhalb der EU, sogenannte Drittländer, sind mit einem Plus von 14 % deutlich gestiegen. Den größten Anteil daran hatte der Hauptabnehmer China.   Mehr

Deutschland | Schweine | Marktversorgung

Trend des geringeren Schweinefleischkonsums hält an

17.09.2020 (AMI) – In den neuesten Prognosen wurde der sinkende Schweinefleischverzehr für das laufende Jahr und auch für das Jahr 2021 bestätigt. Wie in den Vorjahren wird von einem geringer werdenden Konsum von Schweinefleisch bei den deutschen Verbrauchern ausgegangen.   Mehr

Deutschland | Rinder | Erzeugung

In Deutschland sinken die Rinderschlachtungen

17.09.2020 (AMI) – Deutlich unter dem Vorjahr bewegen sich die Rinderschlachtungen in Deutschland. So sank in den ersten sieben Monaten die Zahl der Fleischverarbeitung zugeführten Rinder insgesamt um 3,6 %.   Mehr