Deutschland | Schweine | Erzeugerpreise

Schlachtschweinepreis fällt 6 Ct/kg SG

12.07.2017 (AMI) – Der massive Druck auf die Schweinepreise seitens der Schlachtereien aus der Vorwoche setzt sich unvermindert fort. Die Nachfrage der Schlachtereien nach Schweinen ist spürbar reduziert.

Nicht immer lassen sich alle schlachtreifen Tiere zeitnah vermarkten. Das Aufkommen an Schlachtschweinen wird von 95% kommend, neu auf 93 % beziffert. Regional gehen die Preismeldungen stark auseinander, da es Regionen mit einem knappen Aufkommen an schlachtreifen Schweinen gibt.

Selten klafften der Handel mit Schlachtschweinen und der Fleischvertrieb so stark auseinander wie derzeit. Befragte Vertreter der Schlacht- und Zerlegebranche berichten von kaum bisher erlebten schlechten Absatzgeschäften. Es wird von einem katastrophal starken Sommerloch berichtet. Gefühlt, als wären alle Bundesländer schon in den Sommerferien, wird Schweinefleisch stark vernachlässigt. Der Bedarf der führenden Einzelhandelsketten mit angeschlossenen Fleischwerken ist so schwach, dass er problemlos vom Spotmarkt versorgt werden kann. In der Verarbeitungsindustrie sind die Schultern und Lachse unter starkem Preisdruck, da nur das Allernötigste produziert wird und bald auch die Ferien in NRW beginnen. Zu guter Letzt werden im Handel mit China stark rückläufige Exportmengen bei gleichzeitig nennenswerten reduzierten Preisgeboten gemeldet. Die Schlachtbranche fordert daher einen starken „Befreiungsschlag“ im Einstand der Schweine, um wieder in schwarze Zahlen zu kommen.

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Beitrag von Matthias Kohlmüller
Marktexperte Fleisch- und Geflügelwirtschaft

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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